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An Universitäten gibt es eine ganze Reihe an Veranstaltungen, die außerhalb von Lehre und Forschung stattfinden und sich speziellen Fragen widmen. Die meisten Veranstaltungen sind dabei so exotisch, dass sie nur einen kleinen Personenkreis ansprechen und zeitlich auch eher ungünstig liegen. Ist dann noch der schönste Tag des Jahres vorausgesagt, liegt es nahe, dass viele – Studierende und Mitarbeiter gleichermaßen – den Besuch des Baggersees dem angestrengten (Mit-)Denken vorziehen. Zum Glück treffen diese recht pauschalen Aussagen nicht immer zu, zumindest nicht auf den gestrigen Abend, der unter dem Motto „Wege in die Wissenschaft“ stand. Geladen hatte die Frauenbeauftragte der Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg; Ziel war es, anhand von drei Wissenschaftlerinnen unterschiedliche Zugänge zur Wissenschaft kennenzulernen und darüber zu diskutieren. Nun war ich eine der drei Personen, die ihre Geschichte vor einer kleinen, aber feinen Runde dargeboten hat und die in die Pflicht genommen wurde, als jüngste Vertreterin auch den Anfang zu machen. Dabei musste ich einmal mehr feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, vom „normalen“ Gespräch über die eigene Vita abzuweichen und einen primär erzählerischen Zugang zu wählen. Deshalb war ich dankbar über den Titel der Veranstaltung, der mir mit der Weg-Analogie gleich einen Aufhänger geliefert hat. Ich habe daher davon berichtet, wie es ist, Wissenschaft im Studium zu schnuppern, wie man sich etwa durch die Mitarbeit als studentische Hilfskraft und Tutorin an Wissenschaft herantasten kann, welche Möglichkeiten des Eintauchens es in wissenschaftliche Fragestellungen gibt und unter welchen Bedingungen einen mitunter auch die Promo-Vieren anstecken (können). Meine Kurzpräsentation endete dann mit der Frage, inwiefern man von Wissenschaft leben kann – denn diese Frage wird aus meiner Sicht immer bedeutsamer, sofern sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Stelle zu Stelle hangeln und das Gefühl von Unsicherheit den Mittelbau beherrscht. Insofern war ich gespannt, welche Antworten die beiden geladenen Professorinnen (Anne Frenzel und Hildegard Macha) auf diese (und andere) Fragen hatten und habe auch ihnen beiden gerne zugehört. Wann gibt es schon mal die Gelegenheit, tolle Geschichten abseits eines geradlinigen Lebenslaufs zu hören?

Seit heute stehen die Inhalte der 2. studentischen w.e.b.Square-Tagung am 16. Januar 2009 fest. Unter dem Motto „Open University oder: die Zukunft der Hochschule“ werden wir das Leitthema der letzten GMW-Tagung aufgreifen und diskutieren. Das Programm im Detail:

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Open University oder: die Zukunft der Hochschule
Konferenz von Studierenden für Studierende
Augsburg, 16. Januar 2009

Begrüßung

Auftakt-Keynote: Von Open Software zur Open Education – Verändern neue Technologien und digitale Medien unsere Hochschulen? (Thomas Sporer, M.A.)

Session (1): Open Educational Resources (OER) – neue Chancen für Lernende?
Vortrag (1): Von der Open-Bewegung zur freien Bildungsressource: OER im Blitzlicht
Vortrag (2): Lernen und Lernkultur: Warum OER ohne die Bereitschaft zu teilen nicht funktionieren
Vortrag (3): Offenes Lernen braucht neue Kompetenzen: die wachsende Bedeutung von Informationskompetenz

Session (2): Web 2.0 und informelles Lernen – (universitärer) Alltag?
Vortrag (1): Lernen 2.0: Beispiele für das „Mitmachweb“ im Hochschulkontext
Vortrag (2): Informelles Lernen und Hochschule: Wie im Hochschulkontext informell gelernt wird
Vortrag (3): Net Generation: Wer sie ist und was sie wirklich kann

Session (3): Hochschulen im Wettbewerb – wie viel „open“ kann man sich tatsächlich leisten?
Vortrag (1): Der offene Bildungsraum Hochschule: Möglichkeiten und Grenzen
Vortrag (2): Erstsemester und Co.: OER als neues Marketinginstrument
Vortrag (3): Die Zukunft der Hochschule: die „Open University“ als Modell?

Verleihung: „Best-Paper-Award“

Abschluss-Keynote: w.e.b.Square – ein Modell zwischen Studium und freier Bildungsressource (Sandra Hofhues, M.A. & Prof. Dr. Gabi Reinmann)

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Alle Sessions werden von Studierenden gestaltet, die an meinem Seminar „w.e.b.Square – wissenschaftliches Publizieren im Netz“ teilnehmen. Ich bin schon sehr darauf gespannt, wie die Veranstaltung dieses Mal ankommt (Nachlese der letzten Tagung). Wir werden uns dieses Mal stark um ein erweitertes Plenum sowie um entsprechende Presse kümmern. Mal schauen, wie uns das gelingt. Wie im letzten Jahr wird es wieder ein Tagungsband sowie eine Aufzeichnung der Veranstaltung geben. Selbstverständlich seid Ihr alle auch herzlich dazu eingeladen, mit uns am 16. Januar 2009 in Augsburg zu diskutieren. Der Eintritt ist wie immer kostenlos. Weitere Infos zur Tagung (genauer Ort und Zeit) folgen bald.

In Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung richten der Verein Ökonomie & Bildung sowie das Institut für Medien und Bildungstechnologie – Medienpädagogik eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Ist die Ökonomisierung der Bildung ökonomisch?“ aus. Der erste Themenabend findet am 13. Oktober 2008 am Beispiel Kindergarten statt. Dabei soll diskutiert werden, ob die aktuellen Rahmenbedingungen und Zielvorgaben, unter denen frühkindliche Bildung organisiert wird, geeignet sind, eine nachhaltige Entwicklung aufzubauen. Auf dem Podium werden Joachim Unterländer (MdL), PD Dr. Fabienne Becker-Stoll (Staatsinstitut für Frühpädagogik) sowie Prof. Dr. Jürgen Kluge (McKinsey & Company) Rede und Antwort stehen. Moderiert wird die Diskussion von Christine Burtscheidt (Süddeutsche Zeitung). Am 10. November und am 8. Dezember finden weitere Themenabende statt (Schule und Hochschule). Wer Interesse an der Veranstaltung hat, kann sich gern an mich wenden – eine Anmeldung ist (leider) zwingend erforderlich.

Am vergangenen Mittwoch war ich bei einer Informationsveranstaltung zur Nachwuchsförderung an der TU München. Ich habe an anderer Stelle schon einmal berichtet, dass ich eine derartige Vernetzung für eine sehr gute Idee halte und insofern gar nicht groß überzeugt werden musste, bei der Veranstaltung vorbeizuschauen. Natürlich hatte ich auch einen kleinen Heimvorteil, da sieben Stationen mit der U-Bahn gerade noch zu verkraften sind ;-)

Bei der Veranstaltung selbst hatte man nun den ganzen Tag die Möglichkeit, sich verschiedene Förderprogramme anzuhören, stets (kritische) Fragen zu stellen und sich im Anschluss an die Vorträge mit den jeweiligen Vertretern der Programme in Gespräche zu vertiefen. Die Diskussionskultur war dabei sehr unterschiedlich ausgeprägt. Generell konnte man beobachten, dass in Vorträgen für Doktoranden eher allgemeine Fragen zur Förderung einer Promotion gestellt und in Vorträgen für Postdoktoranden teils auch Grundsatzfragen einer Förderung diskutiert wurden. Im Ohr geblieben ist mir z.B. die Frage nach einer Doppelförderung für Partner, die gemeinsam ins Ausland gehen wollen. Betrifft mich zwar selbst zwar nicht, zeigt aber exemplarisch, welchen (leicht) anderen Schwerpunkt die Fragen unter Postdocs hatten. Ich selbst habe mich in keiner der Sektionen so richtig wieder gefunden: Für allgemeine Fragen zur Promotionsförderung kenne mich mit dem ganzen Uniprozedere zu gut aus. Allein die Vorstellung des DAADs war noch eine echte Bereicherung, da ich während meines Studiums nicht im Ausland war, mir dies aber für die kommende Zeit sehr gut vorstellen kann. Neben der Art der Förderung wurden einige interessante Fakten vorgestellt, wonach zu sehen ist, dass Auslandsaufenthalte keineswegs mehr sprachlich interessierter Fächer(-gruppen) vorbehalten sind. Rund 25% Sozialwissenschaftler nehmen beispielsweise an DAAD-Förderprogrammen teil – diesen Trend könnte man sicher auch in Augsburg am Beispiel Medien und Kommunikation (MuK) belegen. Hier würde ich die Zahl derjenigen, die während ihres Studiums ins Ausland gehen, sogar noch etwas höher einschätzen. Die Fragen unter Postdocs waren für mich insgesamt zu weit fortgeschritten, zumal ich von Schritt zu Schritt denke und das heißt erst einmal: Promotion. Aus diesem Grund habe ich mir primär die Vorträge für Doktoranden angehört, worin etwa auch die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) und das Marie-Curie-Programm People der EU näher erläutert wurden. Gerade letzteres kannte ich bisher nur begrifflich, wobei die Inhalte schnell erklärt sind: Europa soll miteinander vernetzt werden und ein Austausch unter Forschern vermehrt stattfinden. Dies wird von der EU gefördert in dem Sinne, dass sich Wissenschaftler auf geförderte Stellen im EU-Ausland bewerben können (hier geht’s zur Website offener Stellen), später aber wieder im Inland in den Forschungsprozess integriert werden. Dies bedingt, dass Wissenschaftler immer von einer Organisation im Inland „entsendet“ werden müssen. Hat man nun Lust, sein ganzes Promotionsstudium oder einige Zeit danach im Ausland zu verbringen, ist das eine klasse Sache. Ein kleines Schmankerl wurde für diejenigen präsentiert, die nicht komplett ins Ausland gehen, aber doch mal an der einen oder anderen Konferenz außerhalb Deutschlands teilnehmen möchten: Unter Conferences kann man sich Veranstaltungen ansehen, deren Besuch vom Marie-Curie-Programm gefördert werden. Ich hatte noch nicht die Gelegenheit, alle Angebote anzusehen, aber ich meine, einen leicht naturwissenschaftlichen Fokus entdeckt zu haben. Überhaupt gingen viele Förderprogramme stark auf Naturwissenschaften ein, was bedingt hat, dass ich zumindest einmal nachgefragt habe, was mit den Geistes- und Sozialwissenschaften ist. Als ehemalige MuK-Studentin und Mitarbeiterin der Medienpädagogik fühlte ich mich nämlich stark unterrepräsentiert! Wobei wir – und damit spreche ich alle MuK-Absolventen an – mindestens in einem Punkt einen großen Vorteil bei der Bewerbung hätten: Soft Skills muss man uns nicht mehr beibringen, sondern sie waren bei uns schon Bestandteil des (Begleit-)Studiums.

Alles in allem hat mir die Veranstaltung gut gefallen. Nur ein kleiner Seitenhieb zum Schluss: Während wir oft über den Elite-Begriff streiten, scheint seit einiger Zeit ein neues Buzzword in der deutschen Wissenschaftslandschaft angekommen zu sein: Exzellenz. Aber wen wundert’s, an der TU.

Endlich! Ein neuer Post! Der Mai ist schon fast vorbei und ich habe hier noch nichts geschrieben. Dafür gibt es ein paar arbeitstechnische Gründe, natürlich meinen Geburtstag, den ich zwischenzeitlich feiern durfte (danke noch mal an alle für die vielen guten Wünsche!!) und eine schöne Woche in meiner alten Heimat. Heute komme ich nun zurück mit einem Veranstaltungstipp für Nachwuchswissenschaftler, der mich schon vor einiger Zeit erreicht hat: Die TU München richtet am 28. Mai 2008 einen eintägigen Workshop zum Thema „Forschen in Europa: nationale und europäische Forschungsförderung“ aus. Beteiligt sind 15 Fördereinrichtungen, die sowohl Studierende als auch Doktoranden und Post-Docs bei ihrer wissenschaftlichen Laufbahn unterstützen (hier geht’s zur Anmeldung). Ich halte das für eine spannende Sache und werde daher (mit anderen aus der Medienpädagogik) auf jeden Fall hingehen. Vielleicht bringe ich sogar ein paar interessante Infos für Euch mit – mal gucken ;-)

Unter dem Motto „Innovation trifft Tradition – Hochschule im 21. Jahrhundert“ findet am Freitag, 18. Januar 2008, die erste w.e.b.Square-Tagung in Augsburg statt. Auf Initiative der wissenschaftlichen Online-Zeitschrift der Professur für Medienpädagogik werden Medien und Kommunikation-Studierende sowie Doktoranden zu Themen aus ihrer Hochschulwelt sprechen. Die Veranstaltung beginnt um 12.00 Uhr in Raum 2102 (HSZ, Phil.-Soz.-Fakultät) und endet gegen 16.30 Uhr mit der Verleihung des Best Paper Awards. Die Teilnahme an der Tagung ist selbstverständlich kostenlos. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

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