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Während ich in Augsburg mit Erstsemesterbegrüßung, Seminar-Kick-off etc. einen vollen Unitag hatte, haben Marianne und Tamara heute w.e.b.Square auf der Wissensorganisation ’09 vorgestellt. Darüber habe ich mich aus mehreren Gründen besonders gefreut, unter anderem weil dies ihr erster Tagungsbesuch als Vortragende war und ich mich noch gut daran erinnern kann, welche Bedeutung das für mich eingenommen hat (auch Tamara deutet auf ihrem Blog die Vorfreude an). Per SMS haben die beiden mir netterweise gleich nach der Präsentation mitgeteilt, dass der Vortrag zu ihrer Zufriedenheit verlaufen ist. Auch das ist toll, weil wir uns thematisch mit dem Beitrag in neues Terrain begeben haben – zumindest mit Blick auf den informationswissenschaftlichen Anteil im Text. Dass die beiden den Vortrag locker meistern würden, war mir übrigens von Beginn an klar ;-)

Für alle, die nun Interesse an den Dokumenten haben: Die Präsentation findet sich bei Slideshare und der Artikel schon seit einiger Zeit als Preprint auf der imb-Website.

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Sonntag, 7.00 Uhr. Der Wecker klingelt – aufstehen! Irgendwas muss da schief gelaufen sein. Es ist Sonntag! Und es ist 7.00 Uhr. Warum, zum Himmel, muss ich aufstehen? Kurze Zeit später kommts mir: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Schnell unter die Dusche gesprungen, die letzten Sachen von der Wäscheleine genommen und schwups ins Auto… nach Augsburg. Die Crew und das Hasi warten schon. Wer zum Himmel hat sich eigentlich ausgedacht, dass wir die Medida-Sache ernst nehmen und einen fetten Messestand durch die Republik schleppen? Hm, ich fürchte, ich bin nicht ganz unschuldig daran. Okay, Spruch besser weglassen. Lieber den Rest ausdrucken. Mist, auch das noch: Der Toner schmiert. Nach Plan A jetzt also Plan B: Copyshop. Dass wir auch immer bis zuletzt an den Präsis sitzen müssen. Wird schon… irgendwie.

Später, viel später, auf der Autobahn bei Leipzig. Es ist Stau und wir brauchen dringend ne Pause. Zum Glück kommt bald nen Parkplatz. Wo die anderen wohl sind? Das Auto abgestellt, aufs Klo gehüpft, dann Fata Morgana: ein blaues Auto! Die Jungs? Nein, das kann nicht sein – die sind bestimmt schon viel weiter! Vielleicht sind es doch die Jungs? Es sind die Jungs! Zufälle gibts. Und da drüben: ein Eismann. Der ahnt nicht, dass er heute das Geschäft seines Lebens macht. Oder doch? Einmal Vanille bitte. Danach Hexhex im Minutentakt: Wie heißt noch mal die Straße, in der wir wohnen? Wo treffen wir uns heute Abend? Und was ist das Hamy? Schöne, neue Welt.

Montag, 9.05 Uhr. In Hotels mit Etagenduschen fehlt definitiv die Werbung für Flipflops und Adiletten. Auch der Osram-Vertreter würde in den schweren Zeiten nach der Glühbirne neue Märkte entdecken. Vom Potenzial für Rohrreiniger und Milchlieferanten ganz zu schweigen. Auch sie hätten ihre wahre Freude… Aber ich schweife ab. Gleich ist E-Learning 2009.

Auf der Tagung angekommen, kommen auch die Schlotterknie. Okay, vielleicht nicht beim Thementisch. Da wissen wir immerhin sehr genau, was wir tun, wofür wir stehen und wie wir auf kritische Nachfragen reagieren. Also meistens jedenfalls. Aber es kommt ja immer anders als man denkt. Außerdem sind wir hier nicht an der Uni: Kam doch tatsächlich die Frage auf, ob wir nicht das Thema weiter vertiefen und überziehen können. Schöne, heile Welt. Beim Essen haben wir uns dann schnell verzogen – nötig haben wir es, so die Osnabrücker. Gelächter. Denn die halbe Pizzaria besteht aus Teilnehmern der E-Learning 2009. Zum Glück twittern sie es nicht gleich, denke ich noch. Und wir üben bis 1.00 Uhr – Medida – was sonst?

Am nächsten Tag dann der große Auftritt. Und zwar gleich zweimal. Bei aller Vorbereitung auf die Medida-Präsentation und auf die potenziellen Standgespräche wäre ich fast darüber hinweggekommen. KaffeePod, ja, der Launch steht an. Auch wenns komisch klingt: Ich war ganz froh über die Ablenkung! Und der Vortrag lehrt mich, einfach keine Notizen mehr zu machen. Und er lehrt mich auch, dass wir ernst genommen werden. Kommt tatsächlich später jemand am Messestand vorbei und sagt, dass er den KaffeePod gern kopieren würde. Ich hätte schließlich gesagt, Kopieren sei erlaubt. Er bleibt nicht der Einzige.

17.30 Uhr und ein paar Zerquetschte – Silvia und Mandy schreiben uns beinahe gleichzeitig auf Facebook, dass das Mikro im Raum der Medida-Hearings trotz Pause bereits an ist. Ups. Zu spät jetzt. Naja, Schlimmes haben wir nicht gesagt. Nur die Choreografie geklärt. Denn die Bestuhlung ist – sagen wir mal – suboptimal. Und als hätten wir es vorher geahnt – im Vortrag würdigen wir der Jury keines Blickes. Positiv sagen könnte man: Die ganze Aufmerksamkeit gilt dem Publikum. Obs Zufall ist, dass dieser Eindruck sich in der morgigen Preisvergabe widerspiegelt?

Am Mittwoch dann der Besuch der Medida-Jury am Stand – ein letztes Mal konzentrieren – Vollgas geben. Wir haben das Gefühl, ganz Augsburg steht hinter uns. Denn neben Twitter hat sich auch eine Parallelwelt in Facebook etabliert. Alle Nase lang neue gute Wünsche. Und erst die Innofantenbrandung im Sturm! Um 11.30 Uhr wird die Lage dann entspannter. Auch wegen der T-Shirts, die wir endlich ausziehen können.

Am frühen Nachmittag plötzlich große Aufregung: Wolfgang Neuhaus twittert „Liebe Jury, Wir sind alle für Augsburg!“ Ein kurzes Grinsen macht sich breit. Aber wer ist eigentlich alle? Und lässt sich die Jury beeinflussen? Wohl kaum…

Hätte ich um 16.35 Uhr den Presseverteiler des BMBF abonniert, hätte sich die ganze Spannung an dieser Stelle bei uns gelegt. Denn mit einer Pressemitteilung werden Journalisten über den Ausgang des Medida-Prix informiert. Gesprochen, geschweige denn geschrieben werden darf darüber noch nicht. Ein Embargo – durchaus nicht unüblich, um den Redaktionsschluss zu erwischen. Aber einmal mehr weiß die Presse (und lustigerweise auch der Pressesprecher der Uni Augsburg) vor den Preisträgern vom Gewinn. Gratulationen treffen bereits vor der Verleihung per Mail ein. Seltsam irgendwie.

Doch zum Glück hat uns niemand vorab informiert. So haben wir uns kräftig über den Publikumspreis gefreut. Und über den Ausgang des Medida-Finales bis in die frühen Morgenstunden mit vielen Beteiligten diskutiert. Sorry, falls wir da irgendwem das Ohr abgeknabbert haben.

Das Klassentreffen geht schließlich mit spannenden Gesprächen, leckerem Essen und in lockerer Runde am Donnerstagmittag zu Ende. Und auch mit Plänen für das kommende Jahr. Dazu bald mehr. Denn heute wird erst mal gewaschen wie die Weltmeister. Wie sich der Kreis schließt.

Warum dieser etwas andere Rückblick? Weil ich nicht über Keynotes und Sessions sprechen kann, da ich wegen der Konzentration auf den Medida-Prix nur wenige Vorträge selbst miterlebt und lediglich die abschließende Podiumsdiskussion live gesehen habe. Ich musste mir also meine Meinung über Gespräche und Blogs, vor allem aber über Twitter bilden. Dass das bisweilen verkürzend und/oder polarisierend sein kann, haben spätestens jetzt alle gelernt. Wer auf inhaltliche Einschätzungen jedoch nicht verzichten will, kann dies z.B. bei Gabi (Teil 1 und Teil 2), Mandy und Matthias, Michael Kerres oder Joachim Wedekind nachholen.

Das Programm ist eng gestrickt, durch die Finalteilnahme beim Medida-Prix sind wir viel beschäftigt. Trotzdem möchte ich hier kurz die Folien zu unserem KaffeePod-Beitrag zur Verfügung stellen, die einen kleinen Einblick in das neue Augsburger Podcast-Projekt geben.

Da Folien bisweilen verkürzend wirken, hier schon der Hinweis darauf, dass der Tagungsband nächste Woche online erscheinen wird. Dann kann man unsere Ideen auf den Folien auch im Text nachvollziehen :-)

Nachtrag (18.9.2009): Der GMW-Tagungsband ist ab sofort online verfügbar.

Die Arbeiten am KaffeePod gehen – trotz Ferien – gut voran. Die Studierenden produzieren fleißig die ersten Pods und auch die Begleitstudiumsteilnehmer basteln engagiert an der Website. So konnten wir in der letzten Zeit einiges an Content fertig stellen; die Seite selbst ist in der Mache und wird aller Voraussicht nach Mitte September (passend zur Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft – GMW) online gehen. Bis dahin ist nicht mehr viel Zeit, sodass bei allen Beteiligten die Spannung steigt. Schließlich ist der Zeitpunkt des Launches stets ein besonderer Moment.

Hinzu kommt, dass wir (d.h. Tamara und ich) auf der Tagung erstmals das hinter dem KaffeePod stehende Konzept vorstellen: Im Vordergrund steht dabei das Zusammenspiel von Seminar und Begleitstudium, das sich unserer Meinung nach sehr förderlich auf die Projektarbeit auswirkt. Studierende können am realen Kontext und in selbstorganisierter Projektarbeit Mediaplanung und -produktion lernen; Ähnliches gilt für die Teilnehmer im Begleitstudium, die vor allem ihre praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie von Layout und (Web-)Design erweitern können.

Darüber hinaus wollen wir herausstellen, welches Potenzial das Medienprodukt „KaffeePod“ für die Hochschulentwicklung hat. Schließlich werden viele Personen aus der Universität Augsburg in diese Medienproduktion integriert und zahlreiche Projektpartnerschaften währenddessen geschlossen. Die Idee, über die Arbeit am KaffeePod stärker für die Sichtweisen anderer Fachbereiche und Disziplinen zu sensibilisieren, stößt dabei vorwiegend auf positive Resonanz. Wie bei jedem Organisationsentwicklungsprozess üblich, gibt es natürlich auch Gegner und Personen, die sich weder inhaltlich noch durch ihre Stimme in der Hörspielproduktion wieder finden möchten. Dies soll hier nicht verschwiegen werden, obschon wir erkennen, dass die netten Reaktionen deutlich überwiegen.

Inwiefern nun vom KaffeePod-Projekt (interne) Hochschulentwicklung ausgeht, müssen wir weiter beobachten und ggf. auch in angehängten Forschungsarbeiten (z.B. thematisch passende Abschlussarbeiten) klären. Der derzeitige Stand deutet aber darauf hin, dass neben der intendierten Wirkung auf Lernen und Kompetenzentwicklung der Studierenden sowie für die Hochschul- und Wissenschaftskommunikation Prozesse im Bereich der Organisationsentwicklung angestoßen werden. Eine schöne Entwicklung, wenn unter dem Deckmantel der Studien- und Berufs(weg)orientierung für Jugendliche und junge Erwachsene die Universität als Ganzes näher zusammenrückt.

PS: Die Bedeutung von Kommunikation im Prozess der Hochschulentwicklung wird übrigens in einem Artikel von Sigrun Nickel („Hochschulmodernisierung ist Kommunikation“, S. 230–241) näher umrissen. Die Ausführungen sind zwar schon etwas älter (von 1999), aber inhaltlich durchaus aktuell und von daher als Lektüre empfehlenswert.

Gestern war es wieder soweit: Die 2. w.e.b.Square-Tagung stand an – ich hatte im Vorfeld bereits mehrfach über den Stand der Dinge bzw. die wachsende Vorfreude berichtet. Und natürlich hat auch das PR-Team dafür gesorgt, dass wir einiges an Öffentlichkeit für das Projekt gewonnen haben. Das ist klasse, denn ohne die nötige Aufmerksamkeit würde es an der Uni wohl nie gelingen, Studierende zum Kommen zu begeistern. So auch gestern: Während der drei Sessions waren immer um die 40 bis 50 Gäste da; etwa die Hälfte der Studierenden stammte dabei aus meinem Seminar, die andere Hälfte setzte sich zusammen aus interessierten Studierenden und einigen Lehrenden vom Institut für Medien und Bildungstechnologie. Das Publikum wechselte von Session zu Session und am Ende durften wir noch eine auswärtige Gruppe um Christian Spannagel begrüßen, was mich natürlich besonders gefreut hat. Auch die Presse (Augsburger Allgemeine) war vertreten.

Inhaltlich sind mir vor allem zwei Dinge aufgefallen:

  1. Die erhebliche Diskussionsbereitschaft. Mit dem Kontext der Tagung, nämlich Open Educational Resources (kurz: OER), haben wir thematisch Neuland betreten: Kaum ein Studierender hatte vor der Tagung davon gehört oder konnte sich auch nur annähernd etwas darunter vorstellen. Umso erfreulicher ist daher die erhebliche Diskussionsbereitschaft, die die gestrige Veranstaltung aus meiner Sicht auszeichnete. Zu erkennen war zwar auch, dass vor allem die anwesenden Lehrenden bzw. Univertreter eine Diskussion anzetteln mussten; im Anschluss haben sich aber viele Studierende eingebracht und teils sehr heftig mitdiskutiert. Ein großer Diskussionspunkt war unter anderem die Haltung der Studierenden: Hat die Bologna-Reform diese tatsächlich verändert oder gibt es nicht seit langem unterschiedliche Kulturen, die das Teilen von Wissen auf Ebene der ganzen Universität erschwert? Konträr auch die Meinungen zur Open University und der Begriffsverwendung: Ist „open“ mit „frei“ zu übersetzen? Wie muss man das Label „open“ verstehen? Fragen, die neue Fragen aufwerfen und folglich (zunächst) ungeklärt bleiben.
  2. Der studentische Blick. Aus Lehrendensicht fand ich den gestrigen Nachmittag auch deshalb interessant, weil man von Beteiligten selbst erfährt, wie sie über bestimmte Bestrebungen an der Hochschule nachdenken. Dies war zum Beispiel beim Thema „informelles Lernen“ der Fall, wo das Augsburger Begleitstudium kritisch angesprochen wurde.  Aber nicht nur die kritische Reflexion war aufschlussreich, sondern auch das, was zum Thema „Begleitstudium“ bei den Studierenden ankommt… nicht immer das, was wir uns wünschen. Auch hier also ein Anknüpfungspunkt für uns, eigene Aktivitäten (noch) studentengerechter aufzubereiten.

Einen schönen Abschluss fand die Tagung mit der Verleihung des Best Paper Awards, der für den Vortrag von Jacqueline Bönisch vergeben wurde. Interessanterweise drehte sich dieser um die Net Generation, die seit einiger Zeit auch in der wissenschaftlichen Community heiß diskutiert bzw. kritisch beäugt wird. Liebe Jacqueline, Dir herzlichen Glückwunsch!

Wie kam es eigentlich zur w.e.b.Square-Tagung?

Da wir uns in Augsburg stark um die Einbindung von Studierenden bemühen, haben wir schon länger über das Projekt „studentische Tagung“ nachgedacht; eine Möglichkeit zur Umsetzung ergab sich schließlich durch die Anbindung an die wissenschaftliche Online-Zeitschrift „w.e.b.Square“ und das zugehörige Seminar „w.e.b.Square – wissenschaftliches Publizieren im Netz“. Im Rahmen dieses Seminars organisieren die Studierenden (fast schon „traditionell“) die w.e.b.Square-Tagungen: Sie werden Referent, PR-und Event-Manager, Cutter etc. – auf einer Konferenz gibt es viele Rollen, in die man als Studierender schlüpfen kann. Allein die Inhalte der Tagung sind (durch mich) gesetzt, um die sehr kurze Vorbereitungszeit (drei Monate) nicht mit langen Recherchen zu belasten. Denn die Entscheidung, etwas auf die Agenda zu setzen, ist schwer und dauert lange – zumindest für diejenigen, die sich nicht jeden Tag mit der Materie auseinander setzen. Dazu muss man eins wissen: Am Seminar nehmen ausschließlich Bachelorstudierende teil. Im Regelfall sind sie im dritten oder im fünften Semester und haben weder große Erfahrung mit den Inhalten (dieses Mal: OER) noch mit der Organisation von Events. Man sollte sie also langsam an das Projekt „studentische Tagung“ heranführen und nicht überfordern. Hinzu kommt, dass das Projekt Teil eines Seminars ist und die Aktivitäten allein schon deshalb im Verhältnis stehen sollten. Im Seminar selbst bekommen die Studierenden eine Menge Handwerkszeug und theoretisches Hintergrundwissen für die Organisation des Events „Tagung“ geliefert (siehe dazu Kick-off-Präsentation, S. 13).

Der Höhepunkt des Seminars ist die Konferenz selbst; in der letzten Sitzung (Februar) werden wir alles nochmals Revue passieren lassen und ich natürlich sehr genau zuhören, wie den Studierenden das Vorgehen im Seminar und schlussendlich die Tagung gefallen hat. Gespannt bin ich vor allem auf die Hinweise von den Referenten, denn sie mussten jeder drei Korrekturschlaufen bis zur Veröffentlichung auf w.e.b.Square „aushalten“ – ein intensives Feedback, dass zwar viele Lehrende gern geben würden, es aber oft an Zeitmangel scheitert, sich an der Stelle stärker einzudenken (ich habe dafür beispielsweise meine Weihnachtsferien geopfert). Das Ergebnis „Tagungsband“ kann sich jedenfalls wieder sehr gut sehen lassen… mit der Einschränkung, dass die Veröffentlichung eines gemeinsamen Werks im Vordergrund stand und folglich nicht jede Publikation gleich herausragend sein kann.

PS: Wer mehr über die Vorträge und über die Gedanken der Studierenden erfahren will, kann sich im Veranstaltungs-Blog schlau machen. Und natürlich mitdiskutieren… denn die Kommentare sind frei!

Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt, weiß schon längst, dass heute die 2. w.e.b.Square-Tagung stattfindet. Wie das immer so ist, wurde auch bei uns bis zum letzten Tag akriebisch gearbeitet; letzte Kleinigkeiten werden heute noch vor Ort gerichtet. Soweit ich es mitbekommen habe, sind alle Beteiligten inzwischen sehr gespannt auf den Verlauf der Tagung… ich natürlich auch, immerhin wird die Veranstaltung im Rahmen meines Seminars auf die Beine gestellt. Besonders freue ich mich natürlich, dass sich neben der Presse auch einige interessierte Wissenschaftler angekündigt haben. Das war bei unserem Probelauf im vergangenen Jahr noch nicht so und wird sicher für einigen Schwung bei den Diskussionen sorgen. Wer es nun bis zu meinem Tagungsbericht nicht abwarten kann, dem sei unser Live-Blog empfohlen: Darin werden Studierende von ihren Erfahrungen mit der Tagung  bzw. den Inhalten berichten.

Der Termin der 2. studentischen w.e.b.Square-Tagung naht. Und mit dem Termin die Vorfreude auf das Event. So hat mir erst gestern eine Studentin erzählt, dass der Vortrag auf einer Tagung doch etwas ganz anderes sei als ein normales Referat an der Uni. Was die Studentin beschreibt, betrifft sicher die Mehrzahl der Referenten auf der 2. w.e.b.Square-Tagung. Die herkömmliche Referatssituation wird durch die neue Rahmengebung aufgebrochen. Es sind kritische Fragen und ein Diskurs über Inhalte zu erwarten. Wo gibt’s das schon! Kein Wunder also, dass zur Vorfreude inzwischen leichte Panikschübe bei den Beteiligten hinzukommen (ich sag’s Euch: Ich werde noch zum Motivations-Guru!).

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema „Open Educational Resources“ wird mit der Tagung der Austausch an der Hochschule gefördert. Studierende kommen mit ihren Kommilitonen und anderen Wissenschaftlern in Kontakt. Ich selbst hätte mir so eine Plattform während meines Studium öfter gewünscht; auch deshalb bin ich einmal mehr gespannt auf den Verlauf der Konferenz. Wir werden live berichten ;-)

PS: Das Programm mit genauen Uhrzeiten ist übrigens mittlerweise online verfügbar. Nachkommen ist jederzeit und gerne erlaubt!

Da unsere Pressemitteilung seit gestern online ist, will ich die Gelegenheit nicht versäumen, selbst auch auf die 2. w.e.b.Square-Tagung am 16. Januar 2009 (14.30 Uhr, Raum 1005, Geb. L1) hinzuweisen. Die studentische Tagung widmet sich dieses Mal dem Thema „Open University oder: die Zukunft der Hochschule“ (ich hatte an anderer Stelle bereits berichtet). Zu dem Konzept der w.e.b.Square-Tagungen gehört es, dass die Studierenden nicht nur die Veranstaltung selbst organisieren, sondern auch, dass sie mit ihren Vorträgen im Mittelpunkt des Events stehen. So werden sie in drei Sessions über Open Educational Resources, Web 2.0 und informelles Lernen bzw. über Hochschulen im Wettbewerb berichten und damit nahtlos an die Diskussionen auf der letzten GMW-Tagung anknüpfen. Für interessant halte ich dabei die Studierendenperspektive auf das Thema, stehen sie doch im Zentrum aller hochschuldidaktischen Überlegungen rund um OER. Besonders freue ich mich auch über die Zusagen von Gabi und Tom, die die Veranstaltung durch ihre Keynote-Vorträge abrunden. Bis es aber soweit ist, gibt es noch einiges zu organisieren…

Seit heute stehen die Inhalte der 2. studentischen w.e.b.Square-Tagung am 16. Januar 2009 fest. Unter dem Motto „Open University oder: die Zukunft der Hochschule“ werden wir das Leitthema der letzten GMW-Tagung aufgreifen und diskutieren. Das Programm im Detail:

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Open University oder: die Zukunft der Hochschule
Konferenz von Studierenden für Studierende
Augsburg, 16. Januar 2009

Begrüßung

Auftakt-Keynote: Von Open Software zur Open Education – Verändern neue Technologien und digitale Medien unsere Hochschulen? (Thomas Sporer, M.A.)

Session (1): Open Educational Resources (OER) – neue Chancen für Lernende?
Vortrag (1): Von der Open-Bewegung zur freien Bildungsressource: OER im Blitzlicht
Vortrag (2): Lernen und Lernkultur: Warum OER ohne die Bereitschaft zu teilen nicht funktionieren
Vortrag (3): Offenes Lernen braucht neue Kompetenzen: die wachsende Bedeutung von Informationskompetenz

Session (2): Web 2.0 und informelles Lernen – (universitärer) Alltag?
Vortrag (1): Lernen 2.0: Beispiele für das „Mitmachweb“ im Hochschulkontext
Vortrag (2): Informelles Lernen und Hochschule: Wie im Hochschulkontext informell gelernt wird
Vortrag (3): Net Generation: Wer sie ist und was sie wirklich kann

Session (3): Hochschulen im Wettbewerb – wie viel „open“ kann man sich tatsächlich leisten?
Vortrag (1): Der offene Bildungsraum Hochschule: Möglichkeiten und Grenzen
Vortrag (2): Erstsemester und Co.: OER als neues Marketinginstrument
Vortrag (3): Die Zukunft der Hochschule: die „Open University“ als Modell?

Verleihung: „Best-Paper-Award“

Abschluss-Keynote: w.e.b.Square – ein Modell zwischen Studium und freier Bildungsressource (Sandra Hofhues, M.A. & Prof. Dr. Gabi Reinmann)

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Alle Sessions werden von Studierenden gestaltet, die an meinem Seminar „w.e.b.Square – wissenschaftliches Publizieren im Netz“ teilnehmen. Ich bin schon sehr darauf gespannt, wie die Veranstaltung dieses Mal ankommt (Nachlese der letzten Tagung). Wir werden uns dieses Mal stark um ein erweitertes Plenum sowie um entsprechende Presse kümmern. Mal schauen, wie uns das gelingt. Wie im letzten Jahr wird es wieder ein Tagungsband sowie eine Aufzeichnung der Veranstaltung geben. Selbstverständlich seid Ihr alle auch herzlich dazu eingeladen, mit uns am 16. Januar 2009 in Augsburg zu diskutieren. Der Eintritt ist wie immer kostenlos. Weitere Infos zur Tagung (genauer Ort und Zeit) folgen bald.

Mir fehlen immer noch die Worte. Wir konnten tatsächlich unseren „Titel“ (Best Paper Award) auf der GMW08 verteidigen. Letztes Jahr kam das alles wahnsinnig überraschend, nur ein kurzer Hinweis an das Team: Bleibt mal lieber in der Nähe… Dieses Jahr hat uns schon die Nominierung umgehauen – immerhin rechnet man nicht damit, dass zwei Jahre in Folge ähnliche Autoren für einen Artikel ausgezeichnet werden könnten (auch wenn sich die Inhalte durchaus unterscheiden). Umso erfreulicher war es dann, dass Gabi, Vicky und ich mit „w.e.b.Square – ein Modell zwischen Studium und freier Bildungsressource“ erneut überzeugen konnten. Gern würde ich unseren Beitrag einfach online stellen, aber ich fürchte, das wird schwierig – immerhin wurde er in einem Tagungsband zu Open Educational Resources abgedruckt (ein Widerspruch in sich?). Daher verweise ich an dieser Stelle „nur“ auf unsere Folien zum Vortrag (etwas andere Fassung), die – so hoffe ich – einen kleinen Vorgeschmack zur Aufzeichnung oder auf den Artikel liefern. Die GMW-Tagung selbst hat mir auch in diesem Jahr wieder sehr gut gefallen – schade nur, dass ich als Vortragende so wenig vom eigentlichen Programm mitbekommen habe.

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