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Glücklicherweise setzt sich auch an Universitäten ein Konzept immer mehr durch, das sich Blended Learning nennt, und vor allem darauf abzielt, Präsenztermine in der Lehre mit den Lernphasen dazwischen sinnvoll zu verbinden. Ein wesentliches Hilfsmittel sind digitale Medien – sie nehmen eine Überbrückungsfunktion ein, indem sie innerhalb der Lehre zum Informations-, Kommunikations- und Reflexionsmedium werden.
Was aus der Perspektive von Mediendidaktikern als völlig normal, fast schon als ein „alter Hut“, erscheint, ist für Studierende aber durchaus noch eine neue Erfahrung: Gerade unter jüngeren Fachsemestern kommt es vor, dass sie die veränderte „Taktung“ in der Lehre nicht so einordnen können, wie es Blended Learning erfordern würde. Es ist daher keine Seltenheit, dass ich zu Beginn von Lehrveranstaltungen gefragt werde: „Haben wir da frei?“
Zugegeben, solche Beiträge bringen mich zum Schmunzeln und ich versuche, mit Gelassenheit die Bedeutung der virtuellen Phasen nochmals näher zu bringen. Dennoch stimmen mich solche Momente auch ein wenig nachdenklich: Offenbar ist Blended Learning keineswegs so verbreitet, wie man durch die technologische Entwicklung prinzipiell annehmen könnte. Auch ist die Grundidee, nicht nur Ort und Zeit zu überbrücken, sondern auch Freiräume für selbstorganisierte Arbeitsphasen in formalen Bildungskontexten zu schaffen, alles andere als bei den Studierenden angekommen.

Unfassbare eineinhalb Wochen liegen schon wieder zwischen der 4. w.e.b.Square-Tagung und dem heutigen Tag. Unfassbar ist das deswegen, weil in der Zwischenzeit so viele Dinge über meinen Tisch gewandert sind, dass ich kaum Zeit hatte, die Geschehnisse zu reflektieren. Ganz stimmt das natürlich nicht, denn die Abschlusssitzung im Seminar, in der es traditionell eine Feedbackrunde gibt, hat bereits stattgefunden. Die Resonanz auf die Tagung, so viel vorne weg, war insgesamt sehr positiv, weswegen mein Bild davon heute vielleicht verzerrter ist als sonst, wenn ich noch im Anschluss an die Konferenz meine Gedanken niederschreibe. Vielleicht ist der Abstand aber gerade gut, um stärker von Einzelergebnissen zu abstrahieren. Ohne Frage bleiben nämlich drei größere Eindrücke von der Tagung zurück, die sich überschreiben lassen mit Kompetenzentwicklung, Vernetzung und Technikchaos. Dass alle drei miteinander zusammenhängen, liegt nahe, denn das w.e.b.Square-Seminar ist komplex und wächst mit jeder Idee, die wir noch in die Veranstaltung integrieren.

1. Kompetenzentwicklung
Was mich jedes Jahr auf’s Neue beeindruckt und (als Lehrende) auch ein bisschen stolz macht, ist die fachliche und die persönliche Entwicklung der Studierenden, die man in einer einzelnen Lehrveranstaltung beobachten kann. Während die Studierenden zu Beginn des Seminars noch unsicher sind, wachsen sie über einen klar definierten Zeitraum in ihre Rolle als (künftige) Referenten und Experten für ein Thema hinein. Dieses Jahr war das rahmenspendende Thema Bologna – und damit letztlich auch der reflexive Blick auf die eigene Studiensituation. Bologna bewegt mich persönlich schon eine ganze Weile, da ich selbst einen Bachelor- und Masterstudiengang abgeschlossen und mich bereits in einer frühen Phase mit der Hochschulreform auseinandergesetzt habe. Insofern war es für mich spannend zu beobachten, wie heutige Studierende auf Bologna blicken und über die Veränderungen denken – immerhin sind die „alten“ oder auch „traditionellen“ Studiengänge, die vor einigen Jahren noch als steter Vergleich herhalten mussten, inzwischen deutlich unterrepräsentiert. So haben die Studierenden in den letzten rund drei Monaten eine reflexive Haltung gegenüber Bologna entworfen, die dabei hilft, differenzierter über die Hochschulreform und aktuelle (An-)Forderungen an die Universität nachzudenken. Was uns als Lehrende vielleicht nicht so bewusst ist: Unter aktuellen Studierenden haben speziell die Studierendenproteste dazu beigetragen, dass diese eher schlecht über Bachelor und Master zu denken – ohne eigentlich zu wissen, woher dieses Bild resultiert und ob es vielleicht einseitig sein könnte. Aber auch auf Ebene der einzelnen Vorträge hat sich ein deutlicher Wissenszuwachs abgezeichnet. Das merkt man meist daran, wie sicher sich die Studierenden auf der Tagung bewegen und auf Fragen antworten. Dafür mussten sie allerdings auch hart arbeiten. Denn durch das angeschlossene Peer Review kann man über die Zeit sehr gut sehen, wie sich die einzelnen Studierenden im Team entwickeln. Besonders aufgefallen ist mir dieses Jahr allerdings die Homogenität der ganzen Seminargruppe, was sich besonders (aber nicht nur) in den allseits sehr guten Leistungen zeigt.

2. Vernetzung
Bei der diesjährigen w.e.b.Square-Tagung haben wir ein Experiment gewagt, auf das ich mich im Vorfeld sehr gefreut habe: die Vernetzung unseres Augsburger Seminars mit Medienpädagogik-Studierenden der Universität Mainz. Vermutlich habe ich mich deshalb so auf die Zusammenarbeit gefreut, weil man das an der Universität selten macht und diese Form der Vernetzung auch eine große Herausforderung für Lehrende darstellt. Zudem findet Öffnung über die Grenzen einzelner Universitäten hinaus selten und meistens als „reines“ E-Learning statt, wo die Raum- und Zeitdimension nochmals eigens definiert wird. Außerdem ist Vernetzung aufwendig: Sie erfordert Abstimmung auf allen Seiten, insbesondere aber auch bei der Planung von Lehre, sodass die Telefonkosten von uns Lehrenden ohne beruhigende Flatrate im Hintergrund sicher in die Höhe geschnellt wären. Durch die inhaltliche Zielsetzung der Vernetzung, speziell bei den studentischen Peer Reviews zusammenzuarbeiten, war diese auch kein Selbstzweck, sondern hat die jeweiligen Lehrveranstaltungen um reale Austauschmöglichkeiten bereichert. Im Austausch kann man letztlich sogar das gemeinsame Element beider Seminare ausmachen, denn inhaltlich haben wir uns mit Bologna auf der einen Seite und mit Medienpädagogik 2.0 auf der anderen Seite durchaus in unterschiedlichen Bereichen bewegt. Diese passten allerdings doch recht gut zusammen, wie man auf der Tagung sehen konnte und im sehr gelungenen Tagungsband nachvollziehen kann. Auch die Videos zur Tagung sollten bald zur Verfügung stehen.

3. Technikchaos
Wer unser Gast im Livestream war, hat vielleicht kurz vor Beginn der Tagung mitbekommen, dass die Leitung nicht so stabil funktionierte, wie sie sollte. Der Grund dafür ist einigermaßen banal: Obwohl unsere Tagung in einem Informatik-Hörsaal stattfand, gab es nur schwaches W-Lan, auf das wir für den Stream zurückgreifen konnten. Man muss kaum Techniker sein, um mutmaßen zu können, dass dies unter Umständen problematisch ist. Insofern freue ich mich besonders, dass wir mit den AV-Mediendiensten wieder ein professionelles Team „an Bord“ hatten, die mit Gelassenheit auch dieses Problem in den Griff bekommen haben. Infolge der technischen Schwierigkeiten soll der erste, offizielle Begrüßungsteil meiner eigenen Rede leider abgeschnitten worden sein, aber damit kann ich gut leben, wenn dafür alle anderen, studentischen Vorträge komplett ins Netz übertragen werden konnten. Witzig waren auch die Schalten nach Mainz und vor allem die zehn Sekunden Verzögerung, mit der Fragen (und Antworten) aus den Wohnzimmern nach Augsburg übertragen wurden. Ähnlich amüsant war die eine oder andere Stimme aus dem Off, die uns während laufender Vorträge erreicht hat. Dieses bunte Zusammenspiel der Technik würde nun mancher als Chaos empfinden; ich sehe das eher als kreative Unterbrechung, die bei allen Vorträgen Gäste und Referenten bei Laune hält und gleichzeitig offenbart, dass Studieren unter vernetzten Bedingungen auch Unwägbarkeiten bereit hält – allen grundsätzlichen Vorteilen zum Trotz.

Inzwischen ist es schon eine Weile her, dass ich mein letztes Praktikum absolviert habe. Trotzdem kann ich mich noch gut daran erinnern, wie das jeweils war – meist aufregend zu Beginn, interessant in der Mitte und mitunter traurig am Ende. Immerhin findet man sich über einen klar umrissenen Zeitraum nach und nach in einer neuen Organisation ein und muss meist dann gehen, wenn es am Schönsten ist. Auch merkt man erst nach und nach, was man schon weiß oder auch, was man noch lernen muss, und fängt an, seine eigenen Entwicklungen zu reflektieren – mit Familie und Freunden, aber auch mit Kommilitonen oder weiteren Peers, die sich in ähnlichen Phasen befinden oder diese bereits deutlich hinter sich gelassen haben. Immerhin sind solche Praxisphasen auch Findungsphasen und mitunter ein Korrektiv, um echte Interessen von unrealistischen Wünschen als StudentIn unterscheiden zu lernen. Von der Universität als „Gegenpart“ erhält man in dieser Zeit wenig Unterstützung. Als Instanz für Theorie bleibt sie in den Praxisphasen in der Regel unbesucht; aber auch Organisationen interessiert meist wenig der fachliche Hintergrund, aus dem PraktikantInnen kommen – zumindest nicht so explizit, dass hierüber gesprochen würde (als Einstellungsgrund natürlich schon). Die Praxis steht im Vordergrund. So bleiben die gemachten Erfahrungen und die Art und Weise, wie alte und neue Erfahrungen miteinander verwoben werden, in der Regel abhängig von der Person und ihrer individuellen Bereitschaft zur Reflexion. Insofern finde ich den aktuellen Call for Papers der Zeitschrift für E-Learning höchst spannend, der „Projektberichte, konzeptionelle Vorschläge und empirische Erkenntnisse“ (ebd., S. 2) dazu sucht, wie E-Learning in den Praxisphasen des Studiums unterstützend wirken kann. Mir fallen jedenfalls spontan einige sehr gute Möglichkeiten der Verknüpfung ein und vermutlich geht es Euch nicht anders. Da ich gerade dabei bin, Prioritäten zu setzen (ich sage nur: Diss), müsstet Ihr nun die Beiträge übernehmen… ich freue mich schon darauf :-)

Aufräumen zu Jahresbeginn hat etwas für sich. Jedenfalls bin ich ein großer Fan davon. Jedes weggeworfene Papier schafft Platz für neues und Bücher, weil man die ja nicht wegwirft, gehen zum Flohmarkt. Und damit verbinde ich wiederum eine Menge Spaß, denn in der Früh aufzustehen und noch im Taschenlampenschein mit Leuten zu verhandeln, ob das Zeug jetzt fünfzig Cent oder doch einen Euro Wert ist – einfach klasse. Weltberühmt (zumindest bei uns in der Familie) sind auch die Versuche, in Sonderaktionen mehrere Stücke gleichen Typs an die Frau oder den Mann zu bringen. Ja, Flohmarkt ist schon ein persönliches Highlight Jahr für Jahr.

Aber um noch mal auf das Aufräumen zurückzukommen: Schön bei der Durchsicht alter Dinge sind auch die vielen Erinnerungen, die bei der Gelegenheit wieder zum Vorschein kommen. So habe ich eben erst meine ganzen Bewerbungsunterlagen für mein Studium wiedergefunden und die Prioritätenliste, die ich damals aufgestellt hatte. Grund dafür war nicht meine persönliche Affinität zu Listen (könnte man ja meinen bei dem kaufmännischen Background), sondern vielmehr der Hinweis eines sehr reflektierten Berufsberaters bei der Agentur für Arbeit in meiner Heimatstadt Rheine. Er hat mir vor fast zehn Jahren erklärt, welche Umbrüche mit den Reformen von Bologna auf Universitäten/Hochschulen zukommen. Er sollte in seiner Einschätzung Recht behalten. Und heute ist die Diskussion um die neuen und alten Studiengänge und das, was sie zu leisten im Stande sind, aktueller denn je (siehe z.B. Website des Bildungsstreiks).

Damals ging es vor allem darum, ob es noch Sinn macht, sich für ein Magister- oder Diplomstudium einzuschreiben, während die Zukunft in den modularisierten Bachelor- und Masterstudiengängen zu liegen schien. Für mich persönlich waren die neuen Studiengänge wohl aus zwei Gründen attraktiver: Zum einen kam mir die interdisziplinäre Ausrichtung der meisten B.A.-/M.A.-Studiengänge entgegen (wohingegen ich die Nebenfachwahl im Magister alles andere als trivial und zusätzlich stark abhängig von der Ausrichtung der einzelnen Universität fand). Zum anderen war mir zwar klar, dass ich studieren wollte, aber eben nicht, wie lange meine Zeit an der Universität andauern sollte. Das zeitlich überschaubare B.A.-Studium hat mich daher angesprochen – gerade auch, weil ich den Zeithorizont von drei Jahren durch die eben beendete Ausbildung ganz gut abschätzen konnte. Augsburg stand daher als einer der ersten umgestellten Medienstudiengänge in Deutschland auf meiner Prioritätenliste ganz oben.

Rückblickend waren das sicher Überlegungen, die in etwa den Mainstream der Studierendenschaft widerspiegelten. Viele meiner Kommilitonen waren interessiert daran, ihr Studium zügig durchzuziehen und möglichst bald in den Arbeitsmarkt einzutreten (was vermutlich die Punktelogik bzw. das individual-ökonomische Kalkül evoziert hat); zusätzlich strahlte der Bachelor und die damit verbundenen Reformen (vor allem Interdisziplinarität und Internationalität) eine gewisse Anziehungskraft auf die Studierenden aus, ohne dass sie im Detail wussten, was sich dahinter verbirgt. Ziemlich bald haben nämlich eine Reihe von Kommilitonen nach Beschäftigungen neben dem Studium gesucht – viele engagierten sich in Projekten, andere in der Fachschaft und wieder andere in irgendwelchen Nebenjobs. Bei mir waren es vor allem die Fachschaft und die Tätigkeit als studentische Hilfskraft, die mir ab dem zweiten Semester viele Einblicke in die Organisation Universität ermöglicht und mit Sicherheit auch Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten bzw. Forschen erzeugt haben (was bis heute anhält).

Im Rückblick somit wirklich interessant, wie sich Einstellungen über die Zeit entwickeln und Meinungen bzw. Haltungen verändern können. Die ganzen Einschreibungsunterlagen und Bescheide der Unis/FHs werde ich jedenfalls trotz Aufräumwahn behalten – schließlich sind sie Spiegel einer für mich und aus Bildungsperspektive turbolenten Zeit.

Gerade surfe ich auf den Seiten unserer Fachschaft und entdecke, dass die neuen MuK-Erste-Hilfe-Pakete online stehen. Dieses Mal hat sich die Fachschaft inhaltlich wie auch vom Layout und Design verausgabt: Erstmals nach – ich glaube vier Jahren – wurde alles komplett überarbeitet und sogar mithilfe einiger Sponsoren als kompakte Broschüre in Druck gegeben. Eine wirklich schöne Entwicklung, wenn ich bedenke, wie die Idee zum Erste-Hilfe-Paket entstanden ist… nämlich im Biergarten bei bester Laune und Sonnenschein :-) Grund war damals (ist ja wirklich schon eine Weile her), dass es zum MuK-Studiengang in Augsburg kaum digitale Informationen gab und diese, wenn überhaupt, in einer sehr formalen Sprache verfasst waren. Der Fachschaft war das ein Dorn im Auge, schließlich konnten sich alle Mitglieder inklusive mir noch gut daran erinnern, wie komplex die ersten Studientage an der Universität waren (siehe hierzu auch unseren Artikel auf w.e.b.Square). Von der Professorenschaft unterstützt, wurden die Erste-Hilfe-Pakete erstmals umgesetzt und nach und nach um weitere Themen (z.B. Ausland, Studieren mit Kind) ergänzt. Beim Schwelgen in diesen Erinnerungen fällt mir übrigens auf, wie viele von den früheren Fachschaftsmitgliedern bis heute an der Uni (größtenteils sogar in Augsburg) unterwegs sind. Und zwar inzwischen in anderer Funktion… aber das nur als Randbemerkung ;-)

Passend zum Start des Sommersemesters ist die neue w.e.b.Square-Ausgabe zum Thema „Hier drücken, da drehen“ online verfügbar. Wie der Titel bereits vermuten lässt, beschäftigt sich das aktuelle Themenheft vor allem mit (medien-)didaktischen Arrangements und nimmt hierzu unterschiedliche Organisationen bzw. Kontexte in den Blick. Besonders hinweisen möchte ich an dieser Stelle auf den Artikel von Mareike und Tamara: Sie haben ihre Erfahrungen mit dem Lernen durch Lehren in einem meiner letzten Seminare skizziert. Sehr interessant :-) Von besonderem Mehrwert dürften auch die erstmals dargestellten Ergebnisse zu den AV-Mediendiensten sein: Unter dem Titel „Gute Einschaltquoten für Vorlesungsmitschnitt“ wird der Nutzen von Videoaufzeichnungen in der Hochschullehre am Einzelfall aufgezeigt. Daneben stehen zahlreiche Abschlussarbeiten rund um Didaktik zum Download bereit. Ihr seht: Die neue w.e.b.Square-Ausgabe hat wieder ein breites Portfolio an Themen zu bieten und zwar nicht nur für diejenigen, die sich mit dem Medieneinsatz in der Lehre beschäftigen. Schaut einfach mal rein.

Da unsere Pressemitteilung seit gestern online ist, will ich die Gelegenheit nicht versäumen, selbst auch auf die 2. w.e.b.Square-Tagung am 16. Januar 2009 (14.30 Uhr, Raum 1005, Geb. L1) hinzuweisen. Die studentische Tagung widmet sich dieses Mal dem Thema „Open University oder: die Zukunft der Hochschule“ (ich hatte an anderer Stelle bereits berichtet). Zu dem Konzept der w.e.b.Square-Tagungen gehört es, dass die Studierenden nicht nur die Veranstaltung selbst organisieren, sondern auch, dass sie mit ihren Vorträgen im Mittelpunkt des Events stehen. So werden sie in drei Sessions über Open Educational Resources, Web 2.0 und informelles Lernen bzw. über Hochschulen im Wettbewerb berichten und damit nahtlos an die Diskussionen auf der letzten GMW-Tagung anknüpfen. Für interessant halte ich dabei die Studierendenperspektive auf das Thema, stehen sie doch im Zentrum aller hochschuldidaktischen Überlegungen rund um OER. Besonders freue ich mich auch über die Zusagen von Gabi und Tom, die die Veranstaltung durch ihre Keynote-Vorträge abrunden. Bis es aber soweit ist, gibt es noch einiges zu organisieren…

Lange haben wir uns gefreut, gestern war es dann soweit: Die Graduates08 fand im Dorint Hotel in Augsburg statt. Die MuK-Absolventenfeier bietet den Bachelor- und Masterabsolventen einen passenden Rahmen dafür, ihren Abschluss mit Kommilitonen, Freunden und Verwandten zu feiern. Ich gebe zu, das ist einigermaßen amerikanisch, aber bei uns werden die Graduates regelmäßig von den Studierenden selbst organisiert. Schon allein deshalb halte ich die Feier für unterstützenswert. Früher hat die Organisation hauptsächlich die Fachschaft übernommen; heute gibt es ein Begleitstudiumsprojekt, das sich um das Event Graduates kümmert. Ein Budget gibt es nicht – alle Überlegungen beginnen bei null Euro. Ich erwähne das deshalb, weil die studentischen Organisatoren trotzdem Jahr für Jahr eine tolle Feier auf die Beine stellen und sich dafür richtig reinhängen.

Auch die Graduates08 war wieder ein schönes Erlebnis mit einem bunten Programm: Nach einer kurzen Begrüßung von Moderatorin Viola Gaspar (auch MuK-Studentin), hat Prof. Dr. Dr. Werner Wiater zu den Anwesenden gesprochen. Szenenapplaus bekam der Prorektor der Universität Augsburg für die Zusage, den MuK-Studiengang bei seinem Ausbau und bei der Akkreditierung unterstützen zu wollen.

Nach der Vorspeise hatte ich dann die Aufgabe, die Absolventenperspektive in Form einer Rede einzubringen. Das war gar nicht mal so einfach! Denn eine Rede auf der Graduates halte ich auch nicht jeden Tag. Als Motto habe ich Zeiten ändern sich gewählt, da der Übergang vom Studium in den Beruf mit vielen Veränderungen einhergeht, z.B. im Hinblick auf Rollen, Wohnort und Zeit. Ich denke, damit habe ich den Geschmack des Publikums ganz gut getroffen… Im Anschluss an meinen kurzen Vortrag folgte die Studierendenperspektive von Clarissa Schöller, die sich inhaltlich vor allem mit dem MuK an sich beschäftigt hat. Die Rede war gespickt mit vielen Anekdoten aus dem Studienalltag und diverse Lacher waren deshalb vorprogrammiert. Nach uns folgte Prof. Dr. Christiane Eilders, die den MuK-Studiengang als Vertreterin des Boards aus der Außen- und Binnenperspektive betrachtet hat. Auch wenn wir drei uns nicht großartig abgesprochen hatten, hatte jede Rede ihren eigenen Kern und passte meiner Meinung nach gut zu einer Absolventenfeier.

Im Anschluss an die Hauptspeise wurden dann die Jahrgangsbesten geehrt bzw. alle Absolventen aufgerufen. Mit der Zeit wurde es vorne voller und voller, denn eine 2×2-Meter-Bühne bietet kaum Platz für 52 Absolventen plus Frau Eilders und mich… Umso lustiger (und gequetschter!) wurde das traditionelle Abschlussfoto. Noch rasch die Nachspeise eingenommen, wurde dann im Lamm weitergefeiert bis tief in die Nacht. Ein (bis auf kleinere Zwischenfälle ;-)) gelungener Abend!

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