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Kaum verguckt man sich und das Sommersemester läuft schon wieder seinen gewohnten Gang. Wir schlittern in die dritte Semesterwoche, nach fünf Kick-off-Veranstaltungen heißt das für mich traditionell, jeweils einen ersten Input zu den unterschiedlichen Themen anzubieten. Bei manchen Seminaren fällt das leichter, weil man sich schon länger mit dem Thema auseinandersetzt, bei manchen ist es durchaus komplex, da man sich neue Themen aneignet.

Ich habe dieses Semester eine gute Mischung aus beidem: Drei Veranstaltungen habe ich bereits durchgeführt und eine davon liegt sogar in dem Bereich, in dem ich meine Diss schreibe. Leider ist letztere in diesem Semester nicht ganz so gut besucht und ich musste das hinter der Veranstaltung liegende Konzept kurzfristig umstricken. Aus einem komplexen Projektseminar wird jetzt eher ein Seminar mit viel persönlicher Interaktion und Gesprächen über Corporate Volunteering. Da sich alle Studierenden im Master befinden, ist das keine schlechte Sache, im Gegenteil: Anders in den früheren Projektseminaren zu diesem Thema werden wir sicher tiefer in die Materie einsteigen. Was allerdings (mehr oder weniger) ausfällt, ist der Austausch mit einer großen Zahl an Studierenden und vielleicht auch der Flow, der sich sonst durch die Zusammenarbeit mit Externen und durch die Seminar-interne Konkurrenz einstellt. Da es aber der explizite Wunsch der Studierenden war, die Veranstaltung auch in kleiner Runde durchzuführen, gehe ich mal von höchst engagierten und interessierten Studierenden aus :-)

Daneben biete ich dieses Semester zwei Seminare an, die komplett neu sind: Eins davon dreht sich um Wissenskommunikation durch Visualisierungen und greift inhaltlich eine Facette des Wissensmanagements heraus, nämlich die der Kommunikation und dort insbesondere die Bedeutung von Bildern bzw. Bildsprache. Das Seminar ist, wie fast alle Projektseminare, einigermaßen komplex und ich bin wirklich dankbar, dass ich mit Caro und Katha zwei sehr kompetente (Ex-)Studierende an meiner Seite habe, die mir vor allem im Bereich der praktischen Projektarbeit unter die Arme greifen. In dieser Veranstaltung werden nämlich letztlich Werbemittel für das Vorhaben „EduCamp meets GMW“ erstellt (dazu an anderer Stelle mehr).

Das zweite, komplett neu aufgesetzte Seminar widmet sich den Social Networks und zielt darauf ab, die Bedeutung sozialer Netzwerke zu erkennen und speziell digitale soziale Netzwerke „wacher“ zu nutzen. Im Seminar werden daher stets drei Perspektiven miteinander verwoben: eine vorwiegend soziologische, eine (lern-)psychologische und eine betriebswirtschaftliche. Auf den Ausgang dieses Seminars bin ich besonders gespannt, da am Ende ein Social Media-Konzept für die Landesarbeitsgemeinschaft Bayerischer Familienbildungsstätten e.V. entstehen soll und die Studierenden über dieses Vorhaben einigermaßen überrascht waren (so zumindest meine Interpretation der fragenden Gesichter beim Kick-off).

Die Veranstaltungen Nummer vier und fünf sind formal im Begleitstudium angesiedelt und betreffen die redaktionelle Arbeit bei w.e.b.Square sowie die Öffentlichkeitsarbeit für den KaffeePod. Der Unterschied zu den vorangegangenen Semestern ist, dass die Veranstaltungen stärker formalisiert wurden und nun in mein Lehrdeputat eingehen.

Angesichts dieses bunten und sehr vollen Programms wird es mir in der nächsten Zeit bestimmt nicht langweilig… falls doch, werde ich es berichten ;-)

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Ich weiß gerade gar nicht, wo ich anfangen soll – da ist man ein paar Tage nicht oder nur selten im Netz und schon überfallen einen zahlreiche E-Mails, rund 350 ungelesene Feeds und jede Menge liegen gebliebene „to do’s“, wie man neudeutsch so schön sagt. Vermutlich brauche ich den ganzen Abend dazu, um einen Überblick über die Flut an Informationen zu erhalten. Morgen ist dann wieder „Ernst“ angesagt.

Generell steht mir eine spannende Woche bevor, denn ich mag die erste Uniwoche wirklich. Auch wenn im Sommersemester etwas weniger fragende Gesichter auf mich warten als im Winter (da kommen ja noch die ganzen Erstsemester hinzu), sind die Kick-offs zu meinen Veranstaltungen immer wieder auf’s Neue eine Freude. Man merkt einfach gleich, ob das Konzept, das man sich ausgedacht hat, bei den Studierenden ankommt oder ob man spontan Veränderungen daran vornehmen muss. Letzteres passiert z. B. oft, wenn viel mehr Studierende am Seminar teilnehmen wollen oder wider Erwarten niemand kommt. Beides wird dieses Semester nicht passieren; alle drei Veranstaltungen sind gut gefüllt bzw. voll.

Inhaltlich bin ich auf das am Freitag startende Seminar „Corporate Volunteering als Personalentwicklung“ besonders gespannt. Hier habe ich nämlich vor, mithilfe von Studierenden und einem Kooperationspartner ein antragsreifes Konzept für Corporate Volunteering in der Schule zu entwerfen. Neben Praxisbezug und Projektarbeit erhält das Seminar damit eine weitere Komponente: Die Studierenden bekommen Einblicke in den echten Wissenschaftsbetrieb – wer kennt ihn schließlich nicht, diesen Antragsmarathon? Auf die beiden anderen Veranstaltungen zu „Online-Befragungs-Instrumenten“ freue ich mich auch, denn dort erhalten die Studierenden die Chance, gemeinsam(e) Forschungsfragen zu generieren, ordentliche Fragebögen zu entwickeln und diese mithilfe von Online-Tools umzusetzen. Da die Befragungswerkzeuge im Vordergrund stehen, werden sowohl die Bachelor- als auch die Masterveranstaltung einen bunten Strauß an Themen bieten, in die sich alle Beteiligten (mehr oder weniger) spontan hineindenken müssen. Sicher eine große Herausforderung – nicht nur für mich.

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