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Wenn ich mich recht erinnere, bin ich seit 2003 an den Schüler-Info-Tagen der Universität Augsburg beteiligt. In den ersten Jahren war ich vorwiegend als Fachschaftsvertreterin anwesend, seit dem letzten Jahr darf ich die Lehrendensicht vertreten (ich habe vor knapp einem Jahr ausführlicher darüber berichtet). Man könnte jetzt meinen, die Schüler-Info-Tage sind immer wieder dasselbe, es würden jedes Jahr auf’s Neue ähnliche Fragen gestellt und man könnte folglich immer wieder ein Programm „abspulen“. Entweder machen wir etwas falsch oder die Uni bewegt sich doch mehr, als wir es glauben: Denn wir sind zwar sehr routiniert im Umgang mit den Schülerfragen vor Ort, aber das Aktualisieren der Folien sorgt im Vorfeld für einige Mühen (und für einigen Koordinationsaufwand bei Alex ;-)).

Außerdem werden wir am kommenden Samstag erstmals das neue MuK-Curriculum vorstellen, das ab dem Wintersemester 2009/2010 zum Einsatz kommt. Am Kern des Studiengangs verändert sich nicht viel, aber eben doch so viel, dass ich mich auf die Vorstellung der Inhalte anders als in den letzten Jahren vorbereiten muss. Interessant wird natürlich auch sein, wie der leicht veränderte Aufbau des „MuK 2.0“ bei den Studieninteressierten ankommt. Etwas verschulter als bisher ermöglicht er meines Erachtens doch einen rascheren Überblick bzw. Einstieg in die konkreten Inhalte. Zudem gefällt mir die vernetzte „Logik“ hinter dem Curriculum, die auch aus Studierendensicht attraktiv sein dürfte.

Neben den konkreten Inhalten unseres „Slots“ fällt übrigens auch auf, dass die SIT in diesem Jahr an nur einem Tag und dazu noch am Wochenende stattfinden. Dies geht vermutlich zurück auf das große Engagement und Bemühen der Studienberatung, die mit der Aktion möglichst viele Studieninteressierte erreichen möchte. Ich finde das grundsätzlich gut und hoffe darauf, dass viele Abiturienten die Chance nutzen werden, sich vor Bewerbungsschluss nochmals über das MuK-Studium in Augsburg zu informieren. Immerhin ist es mit der Studien- und Berufsorientierung in der Schule nach wie vor schlecht bestellt; nicht wenige Abiturierenten wissen erst „kurz vor knapp“, was sie werden möchten… und greifen folglich auch öfters einmal daneben. Das ist gewiss nicht schlimm; aber ich frage mich doch, warum niemand das Problem in den Griff bekommt, die Lücke zwischen Schule und Hochschule ernsthaft zu schließen und endlich die berufliche Orientierung von Jugendlichen zu erleichtern.

Einen Schritt in die richtige Richtung geht aktuell die Robert-Bosch-Stiftung: Sie fördert z. B. Projekte, die Schüler, Studierende und (Geistes-)Wissenschaftler näher zusammenbringen (danke an Timo für den Tipp!). An sich wäre das etwas für unseren KaffeePod, allerdings sollten wir wohl erst unsere Hausaufgaben machen und nicht den x-ten Schritt vor dem ersten tun. Jetzt warten wir erst einmal gespannt, was sich am Samstag tut.

Zum Notieren: Schüler-Info-Tag 2009 am 25. April in der Universität Augsburg; Vorstellung des MuK-Studiengangs von 13.00 bis 14.00 Uhr in Hörsaal I; Abiturienten, Studieninteressierte, Eltern etc. herzlich eingeladen Löcher in den Bauch zu fragen!

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Ich erinnere mich an Zeiten, als sich fast niemand vor Ort für Medien und Kommunikation (MuK) interessiert hat. Wir saßen mit einigen Fachschaftsvertretern und zwei Professoren in einem Seminarraum und haben nicht mehr als drei Jugendliche beraten. Daraufhin wurden die Schüler-Info-Tage (SIT) der Fachschaft überlassen – eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung, die zu recht aufgemacht wurde. Genauso gut erinnere ich mich an das letzte Jahr, als ich zu mehreren Hundert interessierten jungen Menschen sprechen durfte – auf einem Tisch stehend, damit ich alle erreichen konnte. Das war ziemliches Chaos (und das ist noch gelinde ausgedrückt). Kurzerhand sind wir in den Hörsaal I umgezogen und haben improvisiert.

Zwischen diesen beiden Extremen liegt eine lange Entwicklung. Zunächst vom MuK-Studiengang, der inzwischen über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt geworden ist. Dies zeigen Bewerberzahlen (und damit zusammenhägend der NC) auf der einen Seite, Rankings auf der anderen Seite. Eine starke Entwicklung hat auch die Studienberatung hinter sich: Mit neuem Personal und viel Engagement wurden die Schüler-Info-Tage re-organisiert. Es wurde ein echtes Programm geschaffen und Schulen zu den SIT eingeladen. Auch ortsansässige Medien wurden auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht. Auf diese Weise konnten mehr Schüler und Abiturienten erreicht werden als je zuvor. Hinzu kommt der neue Termin, der nun nach den Abiturprüfungen liegt und damit die wirklich interessierten anspricht. Wir selbst gehen inzwischen einen Mittelweg. Mittelweg in dem Sinne, dass insgesamt vier Mitglieder von Fachschaft/imb den MuK-Studiengang vorstellen. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass die Güte der Information gewährleistet werden kann, sondern auch, dass man als Fremder die Uni-Welt und die MuK-Community ein Stück weit (mit-)erleben kann. Denn das Gemeinschaftsgefühl gehört untrennbar zum Studiengang dazu.

Wenn man nun auf die letzten beiden Tage zurückblickt, kann man sagen: Unser neues Modell für die SIT hat gut funktioniert. Viele Fragen konnten geklärt werden, ohne dass sie im Plenum gestellt werden mussten. Unsere Präsentation war schließlich sehr ausführlich. Dazu haben wir uns bemüht, eine Sprache zu finden, die auch Nicht-Akademiker erreicht und kniffelige Begriffe/Modulbezeichnungen etc. ausführlich erklärt. Nachteilig war vielleicht, dass die Strukturiertheit dazu führt, dass sich die Jugendlichen nicht mehr so recht trauen zu fragen. Wir haben sie zwar stets animiert, aber im größten Hörsaal der Uni und vor ca. 100 Anwesenden muss man zum Fragen doch etwas Mut aufbringen. Ich will aber nicht das Haar in der Suppe suchen (denn das findet man immer!): Mir hat die Vorstellung bei den SIT super gefallen und ich hoffe, dass ich damit nicht alleine bin.

Am 3. und 4. Juni ist es wieder soweit: An der Uni Augsburg finden die Schüler-Info-Tage statt. Wir, d.h. der Studiengang Medien und Kommunikation, sind aufgrund des großen Andrangs der letzten Jahre dieses Mal mit einer offiziellen Präsentation vertreten (15.00 Uhr bis 16.00 Uhr in Hörsaal I). Sollten wir im Plenum nicht alle Fragen klären können, werden wir nach der Vorstellung für weitere Fragen face-to-face zur Verfügung stehen (Infostand im Hörsaalzentrum). Ich bin gespannt, wie beide Tage werden, zumal ich dieses Jahr erstmals in anderer Funktion mitwirken werde: Mein Part wird es sein, das Kernfach Medienpädagogik vorzustellen (und nicht aus Fachschaftssicht zu berichten). Ich hoffe, auch das gelingt mir gut.

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