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Beim Thema „Twittern als Hausaufgabe“ wird offenbar lieber nach Australien als an die eigenen Unis in Deutschland geguckt. Selbst wenn Twittern im Artikel nicht ganz so gut weg kommt – lieber Spiegel, auch hierzulande gibt es eine Menge Lehrende, die die digitalen Medien für Lehren und Lernen einsetzen und seit einiger Zeit mit Twitter experimentieren! Ein kurzer Blick in Twitter bzw. in die deutschsprachige E-Learning-Community hätte mit Sicherheit geholfen, entsprechende Interviewpartner zu finden. Oder, um es mit @DeanoMarteeno zu formulieren: Uni 2.0 gibt’s z.B. in Augsburg! Aber nicht nur da: Denn erst heute habe ich in Twitter spannende Einträge rund um E-Portfolios verfolgt (z.B. bei @ralfa). So oft springe ich für Journalisten in die Bresche, dieses Mal muss ich mich aber echt aufregen. Sorry.

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Die Arbeiten am KaffeePod gehen – trotz Ferien – gut voran. Die Studierenden produzieren fleißig die ersten Pods und auch die Begleitstudiumsteilnehmer basteln engagiert an der Website. So konnten wir in der letzten Zeit einiges an Content fertig stellen; die Seite selbst ist in der Mache und wird aller Voraussicht nach Mitte September (passend zur Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft – GMW) online gehen. Bis dahin ist nicht mehr viel Zeit, sodass bei allen Beteiligten die Spannung steigt. Schließlich ist der Zeitpunkt des Launches stets ein besonderer Moment.

Hinzu kommt, dass wir (d.h. Tamara und ich) auf der Tagung erstmals das hinter dem KaffeePod stehende Konzept vorstellen: Im Vordergrund steht dabei das Zusammenspiel von Seminar und Begleitstudium, das sich unserer Meinung nach sehr förderlich auf die Projektarbeit auswirkt. Studierende können am realen Kontext und in selbstorganisierter Projektarbeit Mediaplanung und -produktion lernen; Ähnliches gilt für die Teilnehmer im Begleitstudium, die vor allem ihre praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie von Layout und (Web-)Design erweitern können.

Darüber hinaus wollen wir herausstellen, welches Potenzial das Medienprodukt „KaffeePod“ für die Hochschulentwicklung hat. Schließlich werden viele Personen aus der Universität Augsburg in diese Medienproduktion integriert und zahlreiche Projektpartnerschaften währenddessen geschlossen. Die Idee, über die Arbeit am KaffeePod stärker für die Sichtweisen anderer Fachbereiche und Disziplinen zu sensibilisieren, stößt dabei vorwiegend auf positive Resonanz. Wie bei jedem Organisationsentwicklungsprozess üblich, gibt es natürlich auch Gegner und Personen, die sich weder inhaltlich noch durch ihre Stimme in der Hörspielproduktion wieder finden möchten. Dies soll hier nicht verschwiegen werden, obschon wir erkennen, dass die netten Reaktionen deutlich überwiegen.

Inwiefern nun vom KaffeePod-Projekt (interne) Hochschulentwicklung ausgeht, müssen wir weiter beobachten und ggf. auch in angehängten Forschungsarbeiten (z.B. thematisch passende Abschlussarbeiten) klären. Der derzeitige Stand deutet aber darauf hin, dass neben der intendierten Wirkung auf Lernen und Kompetenzentwicklung der Studierenden sowie für die Hochschul- und Wissenschaftskommunikation Prozesse im Bereich der Organisationsentwicklung angestoßen werden. Eine schöne Entwicklung, wenn unter dem Deckmantel der Studien- und Berufs(weg)orientierung für Jugendliche und junge Erwachsene die Universität als Ganzes näher zusammenrückt.

PS: Die Bedeutung von Kommunikation im Prozess der Hochschulentwicklung wird übrigens in einem Artikel von Sigrun Nickel („Hochschulmodernisierung ist Kommunikation“, S. 230–241) näher umrissen. Die Ausführungen sind zwar schon etwas älter (von 1999), aber inhaltlich durchaus aktuell und von daher als Lektüre empfehlenswert.

Nach Karnevalsfeierlichkeiten und gefühlter virtueller Versenkung ist es nun wieder an der Zeit, ein paar Worte in meinem Blog zu verlieren. Anlass für den heutigen Post ist aber vor allem Gabis gestriger Eintrag, bei dem sie über den KaffeePod berichtet und damit für alle Außenstehenden klärt, was Tamara und ich dauernd mit dem Insider „Lass uns Kaffeetrinken gehen“ gemeint haben ;-)

Aber von vorn: Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2009 wurden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu aufgerufen, zukunftsweisende Konzepte für die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft einzureichen. Dabei sollte ein besonderes Augenmerk auf die Wissenschaftskommunikation gegenüber Schülern gelegt werden, da diese – so meine Annahme – stärker als bisher für Wissenschaft begeistert werden sollen. Bei der Gelegenheit haben wir ein etwas älteres Konzept zur Herstellung eines Forschungspodcasts wieder ausgegraben und auf unsere (neuen) Bedürfnisse angepasst. Der KaffeePod mit curricularer Einbettung und interdisziplinärem Anspruch ist entstanden. Auch wenn das Konzept den Machern des Wissenschaftsjahrs 2009 nicht gefallen hat – Gründe kennen wir nicht (vielleicht sind wir mit dem Ansatz digitale Medien in Lehre und Öffentlichkeitsarbeit einzusetzen noch zu „neu“?). Jedenfalls lassen wir uns nicht entmutigen und denken seit Jahresbeginn tapfer an der Idee weiter. Immerhin sind wir beim betacampus in der zweiten Runde, was auch nicht zu verachten ist.

So werden wir ab Sommersemester in die tatsächliche Podcast-Produktion einsteigen – Tamara bietet ein Seminar zum KaffeePod an und ich übernehme die Mentorenrolle im Begleitstudium. In Kooperation mit dem Referat für Öffentlichkeitsarbeit der Uni Augsburg steigen wir doch in das Wissenschaftsjahr 2009 ein (ja, man höre und staune) und planen die Zusammenarbeit mit Schülerzeitungsredakteuren der Region Augsburg (eine schöne Art, wie ich finde, Hochschule weiter zu öffnen!). Zusammen mit dem Medienlabor, mit Alex und hoffentlich mit einigen anderen fleißigen Helfern (wer unterstützen will/kann, soll sich melden ;-)) werden wir die KaffeePod-Plattform umsetzen. Dabei nutzen wir eine (mindestens) duale Strategie. So werden wir den KaffeePod künftig nicht nur auf unserer eigenen Seite distribuieren, sondern auch bei iTunes U einstellen und erweiterte Möglichkeiten als das „Nur“-Downloaden erlauben (Stichwort: Mitmachweb). Noch steckt alles in den Kinderschuhen, sodass ich nicht mehr Infos bieten kann. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass das Projekt gut anlaufen wird. Immerhin haben wir viel Zeit in die Planung investiert, können auf zahlreiche Erfahrungen mit der Detektei Suni & Partner (was die Produktion und den Vertrieb von Podcasts angeht) sowie mit w.e.b.Square (was die Einbindung in das Curriculum betrifft) zurückgreifen und davon für den KaffeePod lernen. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Manchmal könnte man den Eindruck haben, dass das lebenslange Lernen vor allem in Form von immer schöner werdenden PowerPoint-Präsentationen seinen Ausdruck findet. So kann auch ich von mir behaupten, mit der Verschönerung meiner Folien vergleichsweise viel Zeit zu verbringen – vergleichsweise zum Inhalt, denn der ist oft schnell beisammen. Das liegt natürlich auch daran, dass ich die visuelle Erscheinungsweise meiner Folien einigermaßen wichtig finde und mich inhaltlich (hoffe ich) auskenne.

Obwohl ich gern Folien bastle und mir das gut von der Hand geht, habe ich in diesem Semester wieder öfter Zettel und Stift bzw. die Tafel zur Hand genommen. Auf die Weise ist im „Du bist Deutschland“-Seminar z.B. ein Tafelbild zu Anforderungen an Non-Profit-PR oder im „w.e.b.Square“-Seminar ein Schaubild zum Eventmanagement entstanden. Natürlich hätte ich das Ganze auch als PowerPoint vorbereiten können, meine aber, dass sich die Studierenden auf diese Weise viel besser in das Thema eindenken konnten. Darüber hinaus haben wir über Ideen diskutiert, die in Artikeln etc. bisher nicht allzu ausführlich besprochen wurden. Auch hier ein klarer Mehrwert gegenüber der Frontallogik einer Präsentation (ich stehe vorn/Studierende hören zu) und offensichtlich ein Vorbild dafür, dass sich manche Studierende trauen, ihre Ideen ohne Folien vorzustellen. Stark!

Abgesehen davon bin ich nicht die Einzige, die das Präsentieren über alles an manchen Stellen für ungünstig hält. So haben wir auch gestern im Doktorandenkolloquium lange darüber diskutiert, was Präsentieren eigentlich heißt und was gutes Präsentieren tatsächlich beinhaltet. Unser Eindruck: Es geht oft um die Show, weniger um die dahinter stehenden Inhalte. Aus unserer Sicht ist das durchaus bedenklich, denn: Neben der Fähigkeit, eine Präsentation zu gestalten, geht es eindeutig auch darum, Inhalte gut strukturiert darzubieten, sie nicht so stark zu verkürzen, dass sie völlig interpretationsoffen sind. Zudem ist es wichtig, auf Fragen angemessen (und nicht beleidigt) reagieren und letztlich seinen Standpunkt argumentativ vertreten zu können (siehe weiterführend eine Zusammenstellung bei Stangl-Taller). Etwas Show darf sein, gerade wenn man Zuhörer/-schauer in seinen Bann ziehen will. Aber Vorsicht vor übertriebener Performance: Zumindest an der Uni kann man schnell herausfiltern, wer wirklich Ahnung hat und wer nur vorspielt, diese zu haben.

Eine Anekdote zum Schluss: Nicht lange ist es her, da entstand im studiVZ eine neue Gruppe: „Ich studiere PowerPoint.“ Das mit den Gruppenbildungen ist an sich nichts besonders, gründen sich doch Tag für Tag vermutlich tausende neuer Gruppen im studiVZ. Interessanter ist deshalb der Gruppenname und, wie der Lateiner sagt, nomen est omen: Denn die Gruppe ist eine Schöpfung von MuK-Studierenden aus Verzweiflung über den Stellenwert des Präsentierens in ihrem Studiengang… und ein Ausdruck ihres gefühlten Lernerfolgs.

BMW TV berichtet in der aktuellen Ausgabe über das Seminar „Corporate Citizenship – bürgerschaftliches Engagement oder PR-Maschinerie?“, das ich im letzten Sommersemester in Kooperation mit der BMW Group durchgeführt habe. Der TV-Bericht ist online zu finden unter www.bmw-tv.de, heißt „BMW und Nachhaltigkeit“ und ist sozusagen eine neue Ausgabe zum Thema „Von einer “fixen” Idee zum “konkreten” Produkt“. Viel Spaß beim Reinschauen!

Seit heute ist die neue Ausgabe der Bildungsforschung online. Dieses Mal dreht sich alles um das Thema „Reflexives Lernen“. Ich finde das sehr spannend, denn – das sieht man schon bei den eingereichten Beiträgen – der Kern der Fragestellung ist in höchstem Maße interdisziplinär und relevant. Oder anders ausgedrückt: Reflexion geht uns alle etwas an. So heißt es auch im Editorial, das unter anderem von Gabi und Wolf geschrieben wurde: „Reflexives Lernen als Grundlage Lebenslangen Lernens ist nicht nur aus pädagogischer Sicht interessant, sondern auch aus historischer, philosophischer, psychologischer und praktischer Perspektive. Aus der Sicht der Bildungsforschung sind vor allem auch empirische Ergebnisse zum Lebenslangen Lernen von großem Interesse.“ Zum Glück sind bald Weihnachtsferien, sodass ich sicher zum Lesen der Beiträge kommen werde. Der Augsburger „Dunstkreis“ ist übrigens in der aktuellen Ausgabe äußerst gut vertreten.

Woran merkt man, dass man schon eine ganze Weile im Unigeschäft ist? Ich finde, man merkt es spätestens daran, wenn man die Studierenden im Feedback darauf hinweist, in ihren Arbeiten sorgfältig zu zitieren. Ich habe in den letzten Tagen viele Seminararbeiten etc. korrigiert und eins fällt mir dabei immer mehr auf: Gerne werden Aussagen als bekannt oder als eigene Meinung dargestellt; je mehr reflexive Anteile in einer Seminararbeit gefordert sind, desto weniger werden theoretische Bezugsrahmen hergestellt. Ich finde das überaus schade, denn ich weise in meinen Aufgabenstellungen beständig darauf hin, dass theoretische Bezüge und eine ordentliche Form gewünscht sind. Nun frage ich mich, woran das liegt: Liegt es an meiner Aufgabenstellung? Ich hoffe nicht… Liegt es an mangelnder Erfahrung? Immerhin arbeite ich oft mit sehr jungen Studierenden zusammen… Liegt es an generell sinkender Zitierbereitschaft? Das wäre in der Tat sehr kritisch… Oder haben Studierende und Lehrende einfach einen anderen Anspruch? Denn vor wenigen Jahren (als Bachelorstudentin) war ich ähnlich zitierunfreudig und habe ziemlich viel herumgeschwafelt… Wahrscheinlich ist es ein bisschen von allem. Ich werde weiter an mir arbeiten. Vielleicht machen das die Studierenden ja auch – natürlich an sich selbst.

So viel dazu…

(c) Jan Tomaschoff, Welt-Online

Schön öfter habe ich mitbekommen, dass Blogs als Werkzeug für die Lehre eingesetzt werden (im Wintersemester 2008/2009 verwendet Gabi z.B. einen Blog in der Einführungsvorlesung). Sie sollen helfen, Lernerfahrungen zu reflektieren, den Austausch zwischen Studierenden und Dozent fördern oder auch „drögen“ Lerninhalten etwas mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Bisweilen gelingt das gut, was sicher eng mit den Inhalten, aber auch mit den Studierenden und ihrer Einsatzbereitschaft (und natürlich auch der Motivation des Lehrenden) zusammen hängt. Manchmal geht gar nichts zusammen, ohne die genauen Gründe dafür zu kennen. Bei Mandy habe ich jetzt gelesen, dass Ralf Appelt den förderlichen Faktoren von Seminarblogs mit seiner Umfrage 11 Fragen zur Gestaltung von Seminarblogs auf den Grund gehen möchte. Eine hervorragende Idee! Besonders interessant wird sicher das Stimmungsbild zur ersten Frage „Sollte jeder Student ein eigenes Blog haben oder direkt in das Seminarblog schreiben?“ – aus meiner Sicht fast schon die Königsfrage, um Motivation und Einsatzbereitschaft der Beteiligten optimal zu fördern. Ich bin gespannt, wie meine Meinung (=Feeds von Einzelblogs speisen Gruppenblog) zu denen der anderen passt und natürlich auch auf die anderen Ergebnisse der Mini-Studie.

Mir fehlen immer noch die Worte. Wir konnten tatsächlich unseren „Titel“ (Best Paper Award) auf der GMW08 verteidigen. Letztes Jahr kam das alles wahnsinnig überraschend, nur ein kurzer Hinweis an das Team: Bleibt mal lieber in der Nähe… Dieses Jahr hat uns schon die Nominierung umgehauen – immerhin rechnet man nicht damit, dass zwei Jahre in Folge ähnliche Autoren für einen Artikel ausgezeichnet werden könnten (auch wenn sich die Inhalte durchaus unterscheiden). Umso erfreulicher war es dann, dass Gabi, Vicky und ich mit „w.e.b.Square – ein Modell zwischen Studium und freier Bildungsressource“ erneut überzeugen konnten. Gern würde ich unseren Beitrag einfach online stellen, aber ich fürchte, das wird schwierig – immerhin wurde er in einem Tagungsband zu Open Educational Resources abgedruckt (ein Widerspruch in sich?). Daher verweise ich an dieser Stelle „nur“ auf unsere Folien zum Vortrag (etwas andere Fassung), die – so hoffe ich – einen kleinen Vorgeschmack zur Aufzeichnung oder auf den Artikel liefern. Die GMW-Tagung selbst hat mir auch in diesem Jahr wieder sehr gut gefallen – schade nur, dass ich als Vortragende so wenig vom eigentlichen Programm mitbekommen habe.

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