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In letzter Zeit erhalte ich sehr viele Anfragen aus total unterschiedlichen Bereichen, welche E-Learning-Tools man denn verwenden sollte/könnte/dürfte. Fragen dieser Art sind natürlich grundsätzlich schwierig und die Beantwortung hängt vom Kontext ab, in dem die Werkzeuge eingesetzt werden sollen. Für einen ersten Überblick verschicke ich regelmäßig einen Link zu den Top100 Tools for Learning, die von Jane Hart und Team seit einigen Jahren gesammelt werden. Es gibt sicher viele Tools, die in den Aufführungen gar nicht gelistet werden, aber doch zeigt sich anhand dieser Liste immer wieder gut, welche Werkzeuge sich überhaupt im Einsatz befinden, welche davon aktuell sind und welche den ersten Hype offensichtlich überschritten haben. Insofern lohnt sich Jahr für Jahr der erneute Blick in die Präsentation – so auch in die Fassung 2010, bei der Dropbox (wen wundert’s) einen rasanten Aufstieg zu verzeichnen hat.

Über eine Tagung zu berichten, in die man selbst (im Vergleich zu den Vorjahren) stark involviert war, ist immer schwierig. Vermutlich ist das vor allem deshalb so, weil man irgendwie befangen ist und auch Zeit braucht, um die vielfältigen Erfahrungen sacken zu lassen. Vor allem braucht man aber auch eine Mütze Schlaf, weshalb inzwischen schon einige Rückblicke auf die GMW’10 online sind (Gabi, Kerstin, Mandy, Ralph und Thomas waren bspw. schneller), denen ich an vielen Stellen beipflichten kann. Ich will deshalb auf einen chronologischen Rückblick verzichten, den man eh viel besser anhand des Programms und an den gedruckten (und digital zugänglichen) Beiträgen festmachen kann als über die bloße Nacherzählung der von mir besuchten Sessions. Ein paar Fotos für den besseren visuellen Eindruck gibt es auch. Vielmehr will ich drei Beobachtungen herausgreifen, die mich die ganze Tagung über beschäftigt haben und die ich für mich zum Weiterdenken mitnehme:

1. Tagungsdidaktik statt Eventmanagement

Es ist vielleicht eine gewagte These, die Organisation von Konferenzen in die Nähe der Didaktik zu rücken. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass die Gestaltung von Veranstaltungen abseits von typischen Aspekten wie Zeit, Ort und Social Community Events inzwischen eine Rolle dabei spielt, ob man die Tagung nun besucht oder nicht und ob man sie als bereichernd empfindet oder enttäuscht nach Hause fährt. Auch beobachte ich schon eine ganze Weile, dass die Frage des richtigen Formats nach wie vor ungeklärt ist und höchst selten aus der Perspektive des Besuchers als Lernenden gestellt wird. Aus meiner Sicht steht nämlich auch hier die Lernerzentriertheit hinter all den Forderungen, Konferenzen „bunter“ zu organisieren, sodass man mal Input bekommt und mal aktiv mitdenken kann. Insofern ist schon verwunderlich, dass gerade Lehr-Lernexperten erst langsam auf die Idee kommen, ihre eigenen Veranstaltungen nicht mehr ausschließlich nach den Maßgaben des Eventmanagements zu organisieren, sondern so zu gestalten, wie sie (idealerweise) ihre mediengestützte Lehre organisieren würden, nämlich unterschieden nach Zielen und Zielgruppen auf den Ebenen von Prozess, Struktur und Technik mit dem Lernenden im Zentrum (siehe weiterführend Baumgartner & Bergner, 2003). Aus der Zeit meiner Bachelor- und Masterarbeit kenne ich die Literaturlage zu Tagungen und Kongressen sehr gut und weiß daher auch, dass dieser an sich triviale Schluss der Tagungsdidaktik bisher kaum präsent ist. Vielmehr wird über betriebswirtschaftlich günstige Faktoren berichtet, um eine Veranstaltung zum Erfolg zu machen (wobei der Erfolgsbegriff im Sinne der Betriebswirtschaft, streng genommen, sowohl positive wie auch negative Ausprägungen beinhalten kann). Natürlich spielen diese harten Faktoren auch weiterhin eine Rolle und ich will nicht wegdiskutieren, wie bisweilen dominierend Fragen der Finanzierung auf Veranstaltungen sind. Ich glaube allerdings, dass inzwischen die Zeit reif wäre, über ergänzende, weiche Faktoren nachzudenken, die dazu führen, dass Tagungen auch (oder wieder?) zu Lernräumen werden. Dies würde nämlich dazu führen, dass eben eine spezifische Tagungsdidaktik zum Zug kommt, die mit Sicherheit nicht ohne Vor- und Nachbereitung der Veranstaltung bzw. ohne Medien auskommt. Ein neues und stärker forschungsorientiertes Arbeitsfeld für die GMW?

2. Werkzeugkästen abseits von Hypes

Sprichwörtlich wird Stille gern auch als Ruhe vor dem Sturm bezeichnet. Ich habe allerdings nicht den Eindruck, dass dies wortwörtlich im Toolbereich gelten könnte – im Gegenteil: Während Twitter bei der letzten GMW-Tagung (besser gesagt: bei der E-Learning 2009) noch Stein des Anstoßes war, spielte das Medium dieses Jahr allenfalls noch in der unterhaltsamen und durchaus gehaltvollen Twitter-Lecture von Joachim und Koni eine Rolle. Wenn man überlegt, dass zwischen hitzigen Diskussionen und gelassenem Dasein lediglich ein Jahr liegt und es auf der parallel stattfindenden DeLFi zu ähnlichen Beobachtungen kommt, muss man sich schon auf die Suche nach Gründen machen. Einer dieser Gründe kann sein, dass sich eine gewisse Gewöhnung eingestellt hat und viele Twitter-Nutzer (Lesende wie Schreibende) inzwischen wissen, wie sie mit dem Tool umgehen sollen und letztlich auch, wozu es ihnen nützt. Ein weiterer Grund kann sein, dass man sich auf Veranstaltungen wie der GMW in Entschleunigung und Fokussierung übt (ganz im Sinne von Slow Media) und sich stärker den Inhalten der Tagung bzw. den teilhabenden Personen widmet. Vielleicht fehlt es inzwischen auch an Zugpferden, die eine ganze Gemeinschaft dazu bringen, meinungsbildende Tweets „unter die Leute“ zu bringen. Auch kann und muss man wieder den Hypecycle anbringen, wonach Twitter den Gipfel der (überzogenen) Erwartungen überschritten hat. Ohne die genauen Gründe für die auffällige Abstinenz zu kennen, muss man jedenfalls für die #gmw10 konstatieren, dass wenig getwittert wurde und auch die Gespräche höchst selten auf das Tool kamen. Fast hatte ich sogar das Gefühl, dass ich in meinem Vortrag zur Öffentlichkeit im Lehr-Lernprozess eine der wenigen war, die überhaupt Twitter als (eine) Möglichkeit zur Öffnung von Lehre thematisiert hat.

(Da die Präsentation bei Slideshare leider nicht einwandfrei dargestellt wird, gibt es für alle Interessierten die Präsentation auf der imb-Website auch als .pdf – Achtung, groß!)

Vielleicht sind es auch genau diese Metaebenen, über die man sich künftig mehr Gedanken machen muss, wenn es um den Einsatz von Tools für Forschen und Lernen geht. Jedenfalls habe ich von bloßen Produktvorstellungen, die auf die Einbettung in einen größeren (Handlungs-)Rahmen verzichten, ehrlich gesagt, die Nase voll.

3. (Zeit-)Ökonomisierung auf allen Ebenen

Auch dieses Thema mag für ein Fazit zur GMW-Tagung ungewöhnlich klingen – und vielleicht liegt es auch an der Brille, die ich bedingt durch unseren Verein immer wieder aufsetze. Aber ich werde den Eindruck nicht los, dass es auch auf wissenschaftlichen Veranstaltungen in hohem Maße zu einer Ökonomisierung kommt: im Vorfeld der Tagung beim Verfassen von Reviews, die zeit- und interessensbedingt mal kürzer und mal länger ausfallen, und neben einem kleineren, selbst formulierten Text dem Kreuzchen-Schema auf einer Skala von 0 bis 100 unterworfen sind und insofern nicht nur Zufriedenheit bei den Begutachteten hervorrufen, wie zu hören war. Auf der Tagung selbst geht es um die Sessions, die man besuchen will und doch nicht kann, weil andere spannende Vorträge parallel verlaufen oder man die neuen Formate austesten will. Auch hier hat der geneigte Besucher die Qual der Wahl, da schließlich auch die Kaffeeslots geplant werden wollen. Nach der Tagung geht es dann darum, möglichst rasch das Tagungsband digital zu erhalten und zu verbreiten, aus Neugier oder angetrieben vom Willen zur Erkenntnis. All diese Aspekte haben damit zu tun, dass Tagungsbesucher in hohem Maße ökonomisch agieren und dies (aus unterschiedlichen Gründen) letztlich auch müssen. Eine konkrete Lösung für das Problem habe ich nicht – aber ich wollte ja auch Beobachtungen herausstellen und keine Patentrezepte bieten. Zumindest im Hinblick auf das Review-Thema könnte ich mir vorstellen, dass sich demnächst einige Problemlöser zusammentun (die GMW nennt diese nun SIGs). Und auch für die anderen Themen formieren sich bestimmt die einen oder anderen Interessierten. Es bleibt also spannend :-)

Nachtrag (21.09.2010): Inzwischen ist auch das Video zur Twitter-Lecture online verfügbar. Danke!! :-)

Nachtrag (23.09.2010): Auch das Interview zum Projekt educamp meets GMW mit Thomas und mir gibt es nun bei e-teaching.org.

Inzwischen ist es schon eine Weile her, dass ich mein letztes Praktikum absolviert habe. Trotzdem kann ich mich noch gut daran erinnern, wie das jeweils war – meist aufregend zu Beginn, interessant in der Mitte und mitunter traurig am Ende. Immerhin findet man sich über einen klar umrissenen Zeitraum nach und nach in einer neuen Organisation ein und muss meist dann gehen, wenn es am Schönsten ist. Auch merkt man erst nach und nach, was man schon weiß oder auch, was man noch lernen muss, und fängt an, seine eigenen Entwicklungen zu reflektieren – mit Familie und Freunden, aber auch mit Kommilitonen oder weiteren Peers, die sich in ähnlichen Phasen befinden oder diese bereits deutlich hinter sich gelassen haben. Immerhin sind solche Praxisphasen auch Findungsphasen und mitunter ein Korrektiv, um echte Interessen von unrealistischen Wünschen als StudentIn unterscheiden zu lernen. Von der Universität als „Gegenpart“ erhält man in dieser Zeit wenig Unterstützung. Als Instanz für Theorie bleibt sie in den Praxisphasen in der Regel unbesucht; aber auch Organisationen interessiert meist wenig der fachliche Hintergrund, aus dem PraktikantInnen kommen – zumindest nicht so explizit, dass hierüber gesprochen würde (als Einstellungsgrund natürlich schon). Die Praxis steht im Vordergrund. So bleiben die gemachten Erfahrungen und die Art und Weise, wie alte und neue Erfahrungen miteinander verwoben werden, in der Regel abhängig von der Person und ihrer individuellen Bereitschaft zur Reflexion. Insofern finde ich den aktuellen Call for Papers der Zeitschrift für E-Learning höchst spannend, der „Projektberichte, konzeptionelle Vorschläge und empirische Erkenntnisse“ (ebd., S. 2) dazu sucht, wie E-Learning in den Praxisphasen des Studiums unterstützend wirken kann. Mir fallen jedenfalls spontan einige sehr gute Möglichkeiten der Verknüpfung ein und vermutlich geht es Euch nicht anders. Da ich gerade dabei bin, Prioritäten zu setzen (ich sage nur: Diss), müsstet Ihr nun die Beiträge übernehmen… ich freue mich schon darauf :-)

Die Sendungen von „SWR2 Wissen: Aula“ gibt es schon eine ganze Weile. In schöner Regelmäßigkeit werden spannende Themen aus dem Umfeld der Universität herausgegriffen und ausführlich von Experten (mitunter auch kontrovers) diskutiert. In der aktuellen Sendung wird nun Oliver Vornberger gefragt, wie gute Lehre an der Universität aussehen kann (Download .mp3). Zu Beginn geht es dabei viel um die Reformen von Bologna und die veränderten Anforderungen an Lehre; auch das Spannungsfeld von Forschung und Lehre wird angesprochen. Im Folgenden werden dann die Potenziale digitaler Medien für qualitativ hochwertige Lehre anhand von drei Projekten an der Osnabrücker Uni vorgestellt, darunter Media2mult, virtPresenter (zur Verknüpfung des Tools mit Facebook siehe auch Danielas (kleine) Studie auf w.e.b.Square) und Blue Classroom Quiz. Vornberger endet damit, dass sich Bildung und Unterhaltung nicht ausschließen müssten – im Gegenteil: „Statt eines farblosen Dialogs bleibt eine multimedial unterstützte Präsentation einfach besser hängen.“ (00:26:45)

Fazit: Wenn man sich regelmäßig mit E-Learning auseinandersetzt, sind weder die Ideen noch die vorgestellten Projekte neu – müssen sie auch nicht, da es allein schon toll ist, dass das Thema Lehre von Massenmedien aufgegriffen wird. Reinhören und Wissen auffrischen lohnt sich also – und die nächste (langweilige) Bahnfahrt kommt bestimmt.

Etwas verspätet möchte ich Euch heute auf einen interessanten Call for Papers zum Thema „Mashups for Learning“ hinweisen:

Den vollständigen Call findet Ihr bei Martin und Sandra sowie bei Scribd. Deadline ist der 4. Juni 2009.

Moment mal. Bisher haben wir doch immer von E-Learning gesprochen. Und auf einmal heißt es Ihh-Learning – was ist da schief gegangen? Haben unsere ganzen Bemühungen, Chancen und Potenziale digitaler Technologien für das Lernen zu nutzen, etwa nichts gebracht? Verfallen wir nach Aufbruchstimmung unter Pionieren in eine Lern-Lethargie oder -Stagnation? Was Scharlatan, das Theater für Veränderung, auf der CeBIT so anschaulich anhand von Hertha und Herbert anprangert, hat seinen Ursprung auf der Messe selbst: Nicht selten findet man Softwarelösungen von Unternehmen im Angebot, denen es an einer didaktischen Ebene mangelt. Nicht selten stehen neue Produkte oder Hardware im Vordergrund, während die alten noch nicht einmal in die breite Masse durchgedrungen sind bzw. zu tiefer Überzeugung geführt haben. Nicht selten bleibt E-Learning folglich Pionieren vorbehalten, Ihh-Learning heißt es beim Rest. Dass es doch einige Unverbesserliche gibt, zeigen etwa die nominierten und schließlich prämierten Projekte beim European E-Learning- Award (eureleA) auf. Allerdings stehen auch dort (immer noch) technische Lösungen im Vordergrund; nur bei wenigen Projekten überzeugt neben der Technik die hinter dem Produkt stehende Didaktik. Es verwundert mich daher nicht, dass gerade die professionellen E-Learning-Lösungen auf nahezu allen Ebenen den Non-Profit-Lösungen überlegen sind… womit wiederum belegt wäre, dass gut gemachtes E-Learning auch bedeutet, Geld in die Hand zu nehmen und sowohl in Entwickler als auch in Didaktiker zu investieren. Wir selbst sind mit w.e.b.Square übrigens leer ausgegangen. Nominiert in der Kategorie Public Relations war die Konkurrenz aus Schweden zu stark. Die Resonanz auf unser Projekt und die dazugehörige Präsentation war jedoch sehr positiv, sodass wir in jedem Fall weitere Energie in die studentische Online-Zeitschrift stecken werden. Und bei insgesamt 130 Einreichungen unter die besten europäischen E-Learning-Projekte zu kommen, ist auch schon etwas wert. So haben wir uns nach der feierlichen Preisverleihung und einem ordentlichen Buffet auf einigen Messeparties umgetan. Auch das gehört auf einer A-Messe wohl dazu :-)

Gestern war ich im E-Learning-Center der TU Darmstadt zu Gast. Im Rahmen der Vortragsreihe E-Learning habe ich dort unsere studentische Initiative w.e.b.Square vorgestellt. Anfangs bin ich auf die aktuellen Überlegungen zur Net Generation eingegangen, um gewissermaßen unsere Beobachtungen an der Uni Augsburg auf eine breitere Basis zu stellen (siehe hierzu unseren GMW-Beitrag 2008). Im Anschluss habe ich w.e.b.Square als lokale Lösung präsentiert, wie man Wissensaustausch unter Studierenden fördern kann. Dabei bin ich insbesondere auf das didaktische Modell eingegangen, das dem Portal zugrunde liegt und habe auch wichtige Akquisemöglichkeiten wie die w.e.b.Square-Tagung thematisiert. Denn ein Portal allein macht unserer Ansicht nach keine offenen Bildungsressourcen aus, sollen doch auch persönliche Bildungsprozesse in Gang gesetzt werden. Um zu erklären, was wir mit „zweifacher Kopplung“ an das Fachstudium meinen, habe ich einen kleinen Schwenk zum Begleitstudium „Problemlösekompetenz“ angeschlossen. Letzteres ist vor allem für diejenigen hilfreich, die die co-curriculare Struktur des MuK-Studiengangs nicht kennen und daher des Öfteren überrascht sind, warum sich bei uns (am imb) vergleichsweise viele Projekte tummeln. Mit allgemeinen Überlegungen zu w.e.b.Square im Kontext von Open Educational Resources habe ich den Vortrag geschlossen.

Im Anschluss an die Präsentation (und ein wenig zwischendrin) haben wir im Wesentlichen über zwei Dinge gesprochen (leider meist „off the Records“):

(1) Übertragbarkeit. Wie gelingt es, ein Projekt wie w.e.b.Square von einer ursprünglich lokalen Lösung auf weitere deutschsprachige Universitäten zu erweitern? Welche Rahmenbedingungen sind für eine Expansion notwendig? Wie kann man mehr Studierende, aber auch weitere Herausgeber (Lehrende) akquirieren? Wie sieht es mit der Anerkennung von Leistungen aus – werden beispielsweise Studierende an anderen Universitäten auch mit der Währung „Credit Points“ bezahlt? Welche Hürden/Grenzen bei der Anerkennung sind zu erwarten?

(2) Finanzierung. Wie kann man ein Projekt wie w.e.b.Square langfristig finanzieren, insbesondere dann, wenn es infolge von mehr Öffentlichkeit wächst und nicht mehr allein mit ehrenamtlichem Engagement zu bewältigen ist? Immerhin ist eines der wichtigsten Ziele von OER-Initiativen die Nachhaltigkeit. Was kann man tun, wenn die Universität als Geldgeber zunächst einmal ausscheidet? Welche Möglichkeit bietet Sponsoring für Hochschulinitiativen? Inwieweit verändern Studierende durch Sponsoring ihre (positive) Bereitschaft, sich bei w.e.b.Square zu beteiligen? Welchen (potenziellen) Nutzen verknüpfen Sponsoren mit einem Engagement bei w.e.b.Square?

Aus meiner Sicht steht bei w.e.b.Square genau die Klärung dieser Fragen an. Sowohl das Finanzierungsthema ist bei uns weit oben auf der Agenda als auch die Sache mit der Übertragbarkeit, denn es kann kaum Ziel von OER-Initiativen sein, ständig dezentrale Lösungen zu entwickeln und als Hochschule eher gegen- als miteinander zu arbeiten. Hier geht es schließlich um Bildung! Die eine oder andere spannende Antwort auf die o.g. Fragen haben wir gestern gemeinsam generiert. Ich werde diese mit ins Redaktionsteam nach Augsburg nehmen und intern weiter diskutieren. Vielleicht kann ich dann schon bald über konkrete Lösungsansätze berichten.

Die Zeit ist knapp – wir schließen gerade das Evaluationsprojekt business@school ab und ich denke nur noch in Häufigkeiten bzw. in gängigen oder innovativen Interpretationsmustern – trotzdem möchte ich kurz in eigener Sache auf die Vortragsreihe E-Learning an der TU Darmstadt hinweisen. Wir wurden gebeten, im Nachgang zur GMW unser studentisches OER-Projekt w.e.b.Square im Detail vorzustellen. Da mir w.e.b.Square sehr am Herzen liegt, bereite ich natürlich gern einen Vortrag vor und werde am 5. November 2008 nach Darmstadt reisen. Wenn der eine oder andere von Euch Zeit hat, im E-Learning-Center vorbeizuschauen, würde ich mich freuen! Ansonsten wird der Vortrag später sicher im Netz zu finden sein (meine Unterlagen stelle ich auf jeden Fall zur Verfügung). Vielleicht kann ich in drei Wochen auch News in Sachen European E-Learning Award (eureleA) mitbringen. Nachdem wir stark ermuntert wurden, haben wir uns in der Kategorie III – Public Relations beworben. Mal gucken, was daraus wird.

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