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Es ist schon einigermaßen interessant, wenn die aktuelle Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT ihren Teil Chancen mit einem Thema eröffnet, über das ich erst kürzlich gebloggt habe: das Corporate Publishing oder, etwas weiter gefasst, das Wissenschaftsmarketing an sich. Der betreffende Artikel scheint mir inhaltlich sehr ausgewogen und nah an der Praxis zu sein: So wird berichtet vom Selbstverständnis des Wissenschaftlers, der sich mitunter mit der Öffentlichkeitsarbeit schwer tut, vom zentralen Öffentlichkeitsarbeitsreferenten an Hochschulen, der zum Teil chronisch überarbeitet ist, und von der Aufgabe der Wissenschaft an sich, sich nach außen zu öffnen. Auch einige Lösungsansätze werden skizziert, zum Beispiel die Hoffnung auf ausgeklügelte Kommunikationsstrategien und -maßnahmen teuer beauftragter Full-Service-Agenturen. Ob diese Konzepte zu Bildungseinrichtungen passen, wird unter Rückgriff auf die Ökonomisierungskritik von Münch (2009a, b) und weiteren hinterfragt. Insofern ein wirklich lohnenswerter Artikel, der die sehr unterschiedlichen Anforderungen an Kommunikation (und Kommunikationsstrategien) im Non-Profit- und Public-Bereich auf den Punkt bringt.


Quellen:
Münch, R. (2009a). Globale Eliten, lokale Autoritäten. Bildung und Wissenschaft unter dem Regime von PISA, McKinsey & Co. Frankfurt: Suhrkamp.
Münch, R. (2009b). Unternehmen Universität. Aus Politik und Zeitgeschichte. 45, 10–16.

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Den letzten Sommer habe ich in Teilen damit verbracht, ein neues Seminar zu konzipieren, das sich Corporate Publishing im Bildungssektor nennt und auf den veränderten Bedarf auch an Universitäten eingeht, sich gegenüber der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Seminar vermittelt Grundlagen des Medienmanagements, hangelt sich inhaltlich an bildungswissenschaftlichen Themen entlang und wird didaktisch selbstorganisiert gestaltet. Ich habe ja schon einige (selbstorganisations-)offene Seminare entwickelt; selten gab es aber so viel Spielraum wie dieses Mal. Umso begeisterter bin ich, dass das Seminarkonzept aufzugehen scheint und wir, so hoffe ich, Mitte März ein eigenes Corporate Publishing-Produkt herausbringen werden.

Bis es soweit ist, möchte ich gerne auf ein (schriftliches) Leitfadeninterview aufmerksam machen, das ich heute zum Thema gegeben habe. Es findet sich als .pdf auf der imb-Website und zeigt nochmals auf, dass wir uns mit #copub10 offenbar in einem noch jungen Forschungs- und Praxisfeld bewegen.

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