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Vermutlich ist es niemandem aufgefallen, dass ich in diesem Jahr fast nichts über den Schülerinfotag (SIT) geschrieben habe – ist es doch so selbstverständlich geworden, ihn zu haben. In diesem Jahr kommt hinzu, dass ich selbst wegen einer privaten Verpflichtung nicht anwesend sein konnte und entsprechende „Berichterstattung“ einigermaßen mühevoll ist. Deshalb kann und will ich hier und heute weniger über die dargebotenen, studiengangsspezifischen Inhalte berichten, die Dennis und Frederic sicher sehr überzeugend an die Frau oder den Mann gebracht haben.

Was den SIT in diesem Jahr aber von den letzten unterschieden hat, war mit Sicherheit die KaffeePod-Lounge. Denn in der Lounge konnten sich (unter anderem) Studieninteressentinnen und -interessenten für den MuK näher informieren – aus erster Hand von aktuellen Studierenden. Dazu konnten sie direkt mit einem Medienprojekt des Studiengangs in Berührung kommen, was nicht zu verachten ist, wenn man zuvor eher abstrakt über Studienverlaufspläne, Module und interdisziplinäre Fächerzusammenstellung „auf die Ohren“ bekommt. Wir müssen allerdings zugeben, dass dies wohl nur ein angenehmer „Nebeneffekt“ war. Immerhin war die KaffeePod-Lounge „das“ Projekt des KaffeePod im Begleitstudium für das Wintersemester 2009/2010. Seit Beginn der Arbeiten am KaffeePod nutzen wir ja eine Zweiteilung: Im Seminar werden die Pods produziert, das Begleitstudiumsteam kümmert sich um ihre Verbreitung in Form von PR und Öffentlichkeitsarbeit. Dass diese nicht nur im Web, sondern auch und insbesondere vor Ort wirken kann, haben die beteiligten Studierenden beim letzten SIT eindrucksvoll bewiesen: Erzählungen, Tamaras Blogpost und die tollen Fotos auf der Website zeigen nochmals auf, wie ein seit Jahren leerstehender Bereich im Eingangsbereich des Hörsaalzentrums durch den KaffeePod mit Leben gefüllt werden konnte. Kaffeeduft zieht an…!

Ich bin mir sicher, dass dies nicht die letzte Aktion rund um den KaffeePod war: Auch im Sommer 2010 wird weiter produziert und daran gearbeitet, die Pods „unter die Leute“ zu bringen. Dazu gehört auch die Suche nach Sponsoren und Unterstützern. Mit der Agentur für Arbeit Augsburg haben wir bereits einen solchen Befürworter aufgetan und demnächst werden KaffeePod-Flyer bei allen Beratungsgesprächen des Hochschulinfoteams sowie im BIZ an Studieninteressierte herausgegeben. Weitere Bemühungen laufen und, so viel kann ich versprechen, auch unsere Kernzielgruppe wird wohl demnächst erweitert. Alles in allem ist die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den KaffeePod also eine äußerst sinnvolle Sache, die extrem facettenreich und so bunt ist, wie die Studierenden als Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Begleitstudium ihr Wissen und Können in das Projekt einbringen können und wollen. Macht Spaß mit Euch!

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Für Internetverhältnisse bin ich spät dran mit meinem Resümee der Diskussionsrunde zum Thema Twitter, die vergangenen Montag auf Initiative des MarketingClub Augsburg stattfand und bei der ich (einmal mehr) als imb-Vertreterin um „wissenschaftlichen“ Input gebeten wurde. Dennoch würde ich gern zwei-drei Punkte anbringen, die mir in der Diskussion aufgefallen sind und die aus meiner Sicht durchaus interessanten Input in die (derzeit leicht abebbende) Euphoriewelle rund um das Microblogging bringen.

Besonders hängen geblieben ist mir die sehr kritische Frage danach, ob mit der Reduzierung von Welt auf 140 Zeichen der gesellschaftliche Diskurs an Bedeutung verfalle bzw. die Nachricht in der Zeitung an Wert verliere. Wenn man Twitter und die spezifischen Dynamiken sehr gut kennt, wird man eine solche Frage schnell mit Nein beantworten und darauf verweisen, dass das Bildungsniveau twitternder Personen im Durchschnitt sehr hoch ist, die dort diskutierten Inhalte meist Medienbezug haben und Microblogging gern im Sinne von Linkblogging genutzt wird. Solche Argumente lassen sich zumindest in den vielen Nutzungsstudien zu Twitter nachlesen (z.B. bei Comscore, Nielsen, Webevangelisten).

Trotzdem finde ich die Frage spannend, zeigt sie doch auf, wie sehr sich Medien und insbesondere Mediennutzungsverhalten auf den unterschiedlichen Akteursebenen seit fünf bis 10 Jahren verändern und welche Unsicherheit die brachiale Veränderung durch das partizipative Web bei manchem Mitbürger auslösen kann. Solche Diskussionsrunden sind insofern immer auch ein Stück weit eine „Erdung“, wie die Welt außerhalb von Geeks und hardcore Medienkonsum aussieht und durchaus auch ein Appell daran, Medienentwicklungen stets kritisch vor dem Hintergrund einer größeren, sehr heterogenen Gruppe an Personen zu reflektieren.

Auch zeigen mir Fragen wie die obige, dass der Journalist als Person offensichtlich (noch) unantastbar ist – selbst einfach auf den Nenner zu bringende Formeln dazu, wie die Nachrichtenauswahl stattfindet, erschrecken den geübten Zeitungsleser vielleicht einen Moment lang, führen aber nicht dazu, dass die Glaubwürdigkeit der „gut recherchierten“ und „objektiv“ dargebotenen Inhalte hinterfragt wird. Insofern sind Diskussionsrunden über Twitter auch spannend, um sich darüber klar zu werden, welche Rolle (Micro-)Blogs in Deutschland derzeit spielen und vermutlich auch auf längere Sicht hin spielen werden (Nischenprodukt).

Ganz generell noch die Bemerkung, dass es gar nicht mal einfach ist, Twitter-fernen Personen Microblogging zu erklären. Ein Medium (und nicht nur die damit einhergehende „Sprache“) zu verstehen, wenn man es nie selbst ausprobiert hat, ist immer spekulativ und tendenziell vorurteilsbehaftet. Insofern bin ich froh, dass sich ein paar Anwesende während der Veranstaltung zum Twittern berufen fühlten, um das Gesagte am eigenen Leib zu erfahren. Wenn sie nun nach ein paar Tweets wieder aufhören, da sie nicht überzeugt wurden, ist es auch gut, denn sie haben es immerhin probiert. Und mit einer vorwiegend rezeptiven Haltung wären sie nicht allein. Denn diese Twitter-typische Haltung ist unter anderem der Grund dafür, warum vor allem in den USA diskutiert wird, ob Twitter ein Social Network oder eher News Media sei. Aber dieser Hinweis hat nur am Rande mit den diskutierten Inhalten zu tun und ist somit eher als weiterführende Bettlektüre gedacht (Danke an @mebner für den Tipp).

Wer sich immer schon gefragt hat, wie sie oder er die Pausen von einer zur anderen Studiengangspräsentation am Schülerinfotag in Augsburg überstehen soll, dem sei jetzt geholfen – mit unserer KaffeePod-Lounge:

Die Vorbereitungen für die Lounge laufen schon eine ganze Weile und spitzen sich langsam, aber sicher zu. Noch ein paar Bastelaktionen mit dem gesamten Begleitstudiumsteam und dann kann er kommen, der diesjährige Schülerinfotag am Samstag, 17. April 2010. Wir freuen uns drauf.

In meinem Blog schreibe ich öfters über die studentische Initiative w.e.b.Square, die sich in den letzten vier Jahren von einer kleinen Online-Zeitschrift in Richtung eines didaktischen Modells im Augsburger MuK-Studiengang gewandelt hat. Ein wichtiger Teil von w.e.b.Square ist die jährliche Tagung, die wir dieses Jahr zum Thema „Bekannt, befreundet, vernetzt“ durchgeführt haben (meine Eindrücke dazu habe ich bereits geschildert). Seit einigen Tagen ist jetzt der neue (Image-)Film zur w.e.b.Square-Initiative da, der sich dieses Mal allein der Tagung widmet. Der Film transportiert eindrucksvoll die außergewöhnliche Stimmung auf der studentischen Konferenz und zeigt die vielen Gäste, die im Jahr 2010 mitdiskutiert haben. Außerdem kommt sehr gut heraus, dass Uni auch „anders“ gehen kann… viel Spaß!

Ein ganz herzlicher Dank gilt dem Video-Team, das unzählige Stunden in die Konzeption, Umsetzung und Aufbereitung des Films investiert und zudem noch die komplette Tagung dokumentiert hat. Klasse!

In dieser Woche war ich erstmals auf einer Tagung von Hochschuldidaktikern, der Dortmund Spring School for Academic Staff Developers (DOSS). Insofern hatte ich keine konkreten Erwartungen, sondern war eher gespannt auf lehr-lernbezogene Inhalte und Themen und wie diese aus hochschuldidaktischer Perspektive diskutiert bzw. umgesetzt werden. Denn natürlich machen wir uns im Institut viele Gedanken über „gute“ Lehre und darüber, wie man diese mit dem Einsatz von (digitalen) Medien bereichern kann. Wenn ich also eine Erwartung hatte, dann die, welche Rolle Medien im Kontext der Hochschuldidaktik spielen und wie Schnittstellen zum (uns bekannten) E-Learning aussehen. Ich wählte folglich eine Vielzahl an Panels und Diskurswerkstätten, die explizit „die Medien“ zum Inhalt hatten.

Schnell musste ich allerdings feststellen, dass ich mit meiner aufgeschlossenen Haltung zum Thema Medien eher Exotin auf der Veranstaltung war. Dies zeigte sich etwa darin, dass

  • an vielerlei Stellen grundlegende Kenntnisse zum Mediennutzungsverhalten bzw. zum E-Learning an sich und zu dessen Einsatzmöglichkeiten in der Lehre fehlten und
  • E-Learning, wenn dieses inhaltlich behandelt wurde, in der Regel der Hochschuldidaktik als Methode untergeordnet wurde. Letzteres hat zumindest unter denjenigen von uns, die einen starken Medienbezug mitbringen, intensive Diskussionen ausgelöst – zur Rolle von Medien in der Hochschuldidaktik und zur Verankerung von E-Learning an der Hochschule (siehe dazu auch Kerstins Blogbeitrag).

„Unterm Strich“ habe ich das Gefühl, dass sich gerade in Punkto Verzahnung von Hochschuldidaktik und E-Learning Grabenkämpfe auftun, die noch nicht ausgestanden sind. An sich schade, da sich meiner Meinung nach eine gute Passung beider Bereiche ergibt, wenn man die historischen Wurzeln und hochschulpolitische Aspekte zugunsten des Lernenden (der ja in beiden Bereichen im Zentrum steht) einen Moment lang außen vor lässt.

Abseits von diesen allgemeinen Fragen, die permanent auf der Tagung präsent waren, haben wir auch an konkreten Beispielen diskutiert. So haben Hannah und ich z.B. die Gelegenheit genutzt und unsere Idee der Forschungswolke vorgestellt. Ich sage ganz bewusst „Idee“, denn noch ist diese nicht umgesetzt (siehe Präsentation bei Slideshare). Momentan gehen wir davon aus, dass die Forschungswolke ab dem Sommersemester als Personal Learning Environment (PLE) im Augsburger MuK-Studiengang zum Einsatz kommen wird. Im Vortrag haben wir allerdings den technischen Aspekt der PLE eher ausgeklammert und stattdessen als theoretische „Hintergrundfolie“ das forschende Lernen herangezogen, welches im Übrigen in vielen Vorträgen und Diskurswerkstätten als wünschenswertes didaktisches Konzept für die Hochschullehre vorgestellt wurde. Im Anschluss an den Vortrag diskutierten wir dann über Chancen und Grenzen der Forschungswolke und wurden im Kern darin bestärkt, bedarfsorientierte webbasierte Angebote für Studierende zu machen und diese um Präsenzangebote zur Unterstützung forschenden Lernens anzureichern. Unter Umständen ergeben sich durch die Vorstellung der Forschungswolke sogar Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Einrichtungen anderer Universitäten – wir werden sehen :-)

Fazit: Die Reise nach Dortmund hat sich auf jeden Fall gelohnt, um bereits bekannte Themen aus anderer Perspektive zu betrachten und mit Personen zu sprechen, die dem Medieneinsatz in der Hochschullehre teils eher kritisch gegenüberstehen. Das bin ich in Form und Umfang gar nicht mehr gewöhnt!

Seit vielen Wochen, streng genommen sogar Monaten, habe ich ein Projekt auf dem Schreibtisch, das mit Akkreditierung überschrieben ist. Meine Aufgabe war es in erster Linie (zusammen mit weiteren Beteiligten aus dem imb) Informationen rund um den MuK-Studiengang zusammenzustellen und in eine für externe Gutachter lesbare Form zu bringen. Wenn man einen Studiengang sehr gut kennt, sollte man meinen, das Schreiben gehe leicht von der Hand. Tut es im Prinzip auch, wenn alle Informationen vorlägen und die Argumentationsketten für alle Personen klar wären. Die größte Herausforderung liegt daher meiner Meinung weniger darin, etwa die Selbstdokumentation über den MuK zu schreiben, sondern vielmehr im Suchen, Finden und Abstimmen von Informationen über einen Studiengang, die bisher eher implizit und in einzelnen Verantwortlichen vorliegen.

Über die letzten Monate waren wir daher mit einiger Koordinationsarbeit beschäftigt und hatten zudem die Aufgabe, uns mit einem anderen sozialwissenschaftlichen Studiengang abzustimmen. Denn Ziel der Fakultät ist es, zwei Bachelor- und Masterstudiengänge zeitgleich akkreditieren zu lassen. Das Vorgehen ist an sich gut, denn auf die Weise waren wir nie allein und konnten uns in vielen Detailfragen untereinander abstimmen. Das hat aus meiner Sicht erheblich dazu beigetragen, dass das Endprodukt nun eine runde Sache geworden ist und die Akkreditierungsunterlagen noch vor Weihnachten auf dem Tisch der betreuenden Akkreditierungsagentur liegen (bei der Gelegenheit: Danke an Eva und Tobi!).

Ganz grundsätzlich muss ich mich aber schon fragen, inwieweit eine derart aufwändige Akkreditierung überhaupt noch nötig ist. Zeiten, in denen Unternehmen Absolventen nicht akkreditierter Studiengänge nicht einstellen wollten, sind seit Initiativen wie Bachelor welcome vorbei. Und auch Stimmen der Universitäten selbst, sich des Verfahrens zu verweigern, werden immer lauter. So erinnere ich mich noch gut an die Aussagen des TU-Präsidenten Herrmann (im Rahmen einer Ö+B-Veranstaltung), der seine Studiengänge aus Prinzip nicht akkreditieren will und sich mit der Haltung deutlich gegen das ausgelobte Verfahren stellt.

Ich selbst habe vor Jahren als studentische Gutachterin an der Systemakkreditierung mehrerer kommunikationswissenschaftlicher Studiengänge an der Uni Mainz mitgewirkt – schon damals fand ich dieses alternative Verfahren eine sehr gute Idee, um dem teuren Akkreditierungsverfahren aus dem Weg zu gehen und stattdessen stärker auf die Bedürfnisse von verschiedenen internen und externen Zielgruppen eines Studiengangs einzugehen. Seitdem schiele ich mit einem Auge auf die aktuellen Verfahren und stelle meist fest, dass das teuerste Verfahren nach wie vor etabliert ist, obschon man nicht sagen kann, inwiefern dieses wirklich die Qualität von Studiengängen sichert (was ja an sich das Ziel ist).

Denn wenn man mal ehrlich ist: Werden Studiengänge für die Akkreditierung nach den Richtlinien fit gemacht, müssen sie (mehr oder weniger) in ein bestehendes Raster gepresst werden. Und dieses Raster trägt nicht gerade dazu bei, dass Studierende ihren Interessen im Studiengang nachgehen können. Aufgrund der Umstrukturierungen im MuK hieß es daher neulich in der Augsburger Allgemeinen, der Augsburger Medienstudiengang sei (im Vergleich zu vorher) unstudierbar geworden. So weit würde ich nicht gehen – viele Veränderungen (gerade mit Blick auf die Methodenausbildung und die Schwerpunktbildung im Master) sind sehr sinnvoll und auch die curriculare Einbettung des Begleitstudiums im Modul Problemlösen trifft meinen Geschmack. Trotzdem kann ich den Unmut der Studierenden insofern verstehen, als dass man ihnen bisherige Freiräume in der Ausgestaltung ihres Studiums nimmt und die zeitlichen Spielräume aufgrund der bestehenden Akkreditierungsvorgaben weiter verknappt.

Man wird jetzt ein paar Jahre beobachten müssen, wie sich der MuK nach der neuen und akkreditierungskonformen Prüfungsordnung entwickelt und trotz Gutachterlabel willens sein, notfalls nochmals Veränderungen inhaltlicher Natur vorzunehmen. Bis es aber so weit ist, heißt es erst einmal Akkreditierung – wir kommen!

… bring die Welt nach Augsburg.

So lautet das Motto des neuen Augsburger Medienpreises, der heute im Cinemaxx Augsburg einem interessierten Kreis aus Journalisten präsentiert wurde und ab morgen offiziell an den Start geht.

Ziel des Preises ist es, jeden Medienschaffenden, aber auch jeden Augsburger Bürger aufzufordern, Ideen zu entwickeln, die den Standort „Region Augsburg“ mit Hilfe der Nutzung medialer Instrumente direkt oder indirekt fördern.

Noch kann man wenig zum Preis sagen; das wirklich Spannende an derartigen Wettbewerben sind schließlich die Einreichungen selbst und die heißen Entscheidungsphasen bzw. die dazugehörigen Jurysitzungen. Bis zum 1. Juni 2010 ist aber noch eine Weile hin und ich kann an sich nur jeden ermutigen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Dabei können sich sowohl diejenigen bewerben, die „nur“ eine tolle Idee haben, als auch diejenigen, die bereits mit einem konkreten Produkt auf die Metropolregion Augsburg aufmerksam machen.

Ich selbst muss mich leider mit einer Bewerbung zurückhalten – als Teil des Orgateams bin ich von einer Einreichung ausgeschlossen. Stattdessen erhalte ich seit ein paar Wochen interessante Einblicke in die Konzeption, Organisation und Durchführung eines solchen Preises. Auch kein schlechter Deal ;-)

Gestern hatte die Fachschaft MuK zusammen mit einem Organisationsteam aus Absolventen des MuK-Studiengangs zur Graduates09 geladen. Wie in jedem Jahr war ich auch dieses Mal dabei; ganz witzig, wie sich Rollen auf der Veranstaltung im Laufe der Jahre verändern können. Früher habe ich mitorganisiert und vor allem darauf geschaut, dass das Programm reibungslos abläuft. Heute bin ich meistens Gast und werde für spontane Aktionen angeworben (siehe Blogeintrag vom letzten Jahr). So durfte ich gestern zusammen mit Alex Glücksfee spielen und die Rosen an die Absolventen überreichen. Gerade letzteres mache ich wirklich gern, da ich die Absolventen seit Beginn ihres Studiums kenne, sie größtenteils und meist sogar mehrfach in meinen Veranstaltungen waren und ich mit vielen von ihnen als Hiwi am imb zu tun hatte bzw. habe. Von daher ist das auch für mich ein emotionaler Moment, denn natürlich ist die Beendigung des Studiums ein wichtiger Schritt für alle Beteiligten.

Die Grußworte des Boards des Studiengangs wurden per Videobotschaft eingespielt und hierzu hatte sich Gabi etwas Besonderes einfallen lassen. Sie hat die Geschichte von „Outlearning the Wolves“ (nach-)erzählt.

„Outlearning the Wolves“ als Analogie für eine Absolventenfeier aufzugreifen, war wirklich eine tolle Idee, denn einfache Grußworte ohne persönliche Note langweilen den Zuhörer recht bald. Durch die Analogie und einige Überraschungsmomente waren alle Anwesenden voll dabei, mehr noch: Sie waren gespannt auf den Ausgang und die Übertragung der Geschichte auf den Alltag von Studierenden bzw. von Absolventen und auf die künftigen Anforderungen oder Herausforderungen, die auf die Beteiligten zukommen. Schön fand ich persönlich den Schwenk auf die Organisation Universität, da viele Absolventen im Umfeld des imb oder der Fachschaft aktiv waren bzw. sind, wodurch sich eine besondere Form von Bindung an den Studiengang und an die entsprechenden Personen ergibt.

Ganz zum Schluss will ich die „nackten Tatsachen“ nicht verschweigen: So wurden viele Wissensprodukte aus Lehrveranstaltungen der letzten drei Jahre gezeigt, darunter auch mehrere Printkampagnen und Imagefilme aus meinen Seminaren. Das Prekäre dabei: Bei den Lernergebnissen meiner Veranstaltungen wurde viel Haut geboten. Ehrlich gesagt, war mir das in Gänze vorher nie so bewusst. Aber „Sex sells“ wird von den Studierenden offenbar als Motto sehr ernst genommen. Ich glaube, ich muss diese (bislang) ungekannte Häufung mal zum Thema machen… ;-)

Ansonsten eine wirklich sehr schöne Feier, viel Wiedersehensfreude und einige interessante Gespräche. Bis zum nächsten Mal!

Gerade surfe ich auf den Seiten unserer Fachschaft und entdecke, dass die neuen MuK-Erste-Hilfe-Pakete online stehen. Dieses Mal hat sich die Fachschaft inhaltlich wie auch vom Layout und Design verausgabt: Erstmals nach – ich glaube vier Jahren – wurde alles komplett überarbeitet und sogar mithilfe einiger Sponsoren als kompakte Broschüre in Druck gegeben. Eine wirklich schöne Entwicklung, wenn ich bedenke, wie die Idee zum Erste-Hilfe-Paket entstanden ist… nämlich im Biergarten bei bester Laune und Sonnenschein :-) Grund war damals (ist ja wirklich schon eine Weile her), dass es zum MuK-Studiengang in Augsburg kaum digitale Informationen gab und diese, wenn überhaupt, in einer sehr formalen Sprache verfasst waren. Der Fachschaft war das ein Dorn im Auge, schließlich konnten sich alle Mitglieder inklusive mir noch gut daran erinnern, wie komplex die ersten Studientage an der Universität waren (siehe hierzu auch unseren Artikel auf w.e.b.Square). Von der Professorenschaft unterstützt, wurden die Erste-Hilfe-Pakete erstmals umgesetzt und nach und nach um weitere Themen (z.B. Ausland, Studieren mit Kind) ergänzt. Beim Schwelgen in diesen Erinnerungen fällt mir übrigens auf, wie viele von den früheren Fachschaftsmitgliedern bis heute an der Uni (größtenteils sogar in Augsburg) unterwegs sind. Und zwar inzwischen in anderer Funktion… aber das nur als Randbemerkung ;-)

Wenn ich mich recht erinnere, bin ich seit 2003 an den Schüler-Info-Tagen der Universität Augsburg beteiligt. In den ersten Jahren war ich vorwiegend als Fachschaftsvertreterin anwesend, seit dem letzten Jahr darf ich die Lehrendensicht vertreten (ich habe vor knapp einem Jahr ausführlicher darüber berichtet). Man könnte jetzt meinen, die Schüler-Info-Tage sind immer wieder dasselbe, es würden jedes Jahr auf’s Neue ähnliche Fragen gestellt und man könnte folglich immer wieder ein Programm „abspulen“. Entweder machen wir etwas falsch oder die Uni bewegt sich doch mehr, als wir es glauben: Denn wir sind zwar sehr routiniert im Umgang mit den Schülerfragen vor Ort, aber das Aktualisieren der Folien sorgt im Vorfeld für einige Mühen (und für einigen Koordinationsaufwand bei Alex ;-)).

Außerdem werden wir am kommenden Samstag erstmals das neue MuK-Curriculum vorstellen, das ab dem Wintersemester 2009/2010 zum Einsatz kommt. Am Kern des Studiengangs verändert sich nicht viel, aber eben doch so viel, dass ich mich auf die Vorstellung der Inhalte anders als in den letzten Jahren vorbereiten muss. Interessant wird natürlich auch sein, wie der leicht veränderte Aufbau des „MuK 2.0“ bei den Studieninteressierten ankommt. Etwas verschulter als bisher ermöglicht er meines Erachtens doch einen rascheren Überblick bzw. Einstieg in die konkreten Inhalte. Zudem gefällt mir die vernetzte „Logik“ hinter dem Curriculum, die auch aus Studierendensicht attraktiv sein dürfte.

Neben den konkreten Inhalten unseres „Slots“ fällt übrigens auch auf, dass die SIT in diesem Jahr an nur einem Tag und dazu noch am Wochenende stattfinden. Dies geht vermutlich zurück auf das große Engagement und Bemühen der Studienberatung, die mit der Aktion möglichst viele Studieninteressierte erreichen möchte. Ich finde das grundsätzlich gut und hoffe darauf, dass viele Abiturienten die Chance nutzen werden, sich vor Bewerbungsschluss nochmals über das MuK-Studium in Augsburg zu informieren. Immerhin ist es mit der Studien- und Berufsorientierung in der Schule nach wie vor schlecht bestellt; nicht wenige Abiturierenten wissen erst „kurz vor knapp“, was sie werden möchten… und greifen folglich auch öfters einmal daneben. Das ist gewiss nicht schlimm; aber ich frage mich doch, warum niemand das Problem in den Griff bekommt, die Lücke zwischen Schule und Hochschule ernsthaft zu schließen und endlich die berufliche Orientierung von Jugendlichen zu erleichtern.

Einen Schritt in die richtige Richtung geht aktuell die Robert-Bosch-Stiftung: Sie fördert z. B. Projekte, die Schüler, Studierende und (Geistes-)Wissenschaftler näher zusammenbringen (danke an Timo für den Tipp!). An sich wäre das etwas für unseren KaffeePod, allerdings sollten wir wohl erst unsere Hausaufgaben machen und nicht den x-ten Schritt vor dem ersten tun. Jetzt warten wir erst einmal gespannt, was sich am Samstag tut.

Zum Notieren: Schüler-Info-Tag 2009 am 25. April in der Universität Augsburg; Vorstellung des MuK-Studiengangs von 13.00 bis 14.00 Uhr in Hörsaal I; Abiturienten, Studieninteressierte, Eltern etc. herzlich eingeladen Löcher in den Bauch zu fragen!

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