Zugegeben, ein Internetcafé ist schon etwas old-school, wenn man sich überlegt, dass das iPhone bald (heute?) in die vierte Runde geht und sich auch sonst jede Menge internetfähige, mobile Endgeräte um uns herum befinden. Trotzdem hat ein Internetcafé was Schönes; gerade die Geschichten, die sich dort auftun, sind spannend und manchmal auch zum Schreien. Nun haben sich auch Julia und Martin das Internetcafé ausgesucht, um „laut“ über den KaffeePod nachzudenken – sicher aus anderen Gründen, denn ihr „Internetkaffee“ ist ein Weblog, der über das Web zugänglich ist. Was die beiden vorhaben und warum es den Blog Internetkaffee neuerdings gibt, hat Tamara schon berichtet und ich will mich daher hier kurz fassen. Was ich aber spannend finde, ist die halb-externe Brille, mit der die beiden Augsburger Studierenden auf den KaffeePod gucken. Selbst wenn wir als KaffeePod-Team einigermaßen reflektiert sind, gibt es doch viele Aspekte, die sich bei der Medienproduktion schnell einschleifen und, einmal gelungen, nicht weiter hinterfragt werden. Da das narrative Element im KaffeePod so zentral ist, bin ich froh, dass Julia und Martin genauer hinschauen, inwiefern man die Geschichten weiter verbessern kann. Und das ist eine große Herausforderung, denn: Der informierende Charakter des KaffeePod soll auf keinen Fall verloren gehen.