Ein Tag im Café: morgens geschäftiges Treiben von Businessmen und -women, die auf dem Weg zur Arbeit einen Coffee to go mitnehmen. Aber zackig, bitte! Ab 9.00 Uhr oder spätestens ab 10 geht’s los mit den Kleinfamilien, allem voran jungen Müttern, ihren Kindern und lustigen Gesprächszirkeln mit den anderen Mamas des Viertels. Aber nur bei schönem Wetter! In Bayern ab 11.00 Uhr, anderswo vermutlich erst später, geht es mit der Mittagszeit weiter; vor/nach dem Essen rasch einen Kaffee… olé olé. Mit dem einbrechenden Nachmittag kommen die Schüler – manchmal allein, meist in der großen Gruppe. Tratschen über den Schultag, die neuesten Liebschaften und die aktuelle Gerüchteküche. Gegen Abend (und je nach Wetterlage) kommen die Geschäftsleute zurück, auch alle anderen haben inzwischen Lust auf Heiß- und/oder Kaltgetränke. Einkaufsmarathon, bis das Café schließt. Und morgen? Da geht’s wieder von vorn los… ganz bestimmt.

PS: Wer sich fragt, wie ich plötzlich zu diesen Weisheiten gelange: Durch Bauarbeiten in der Wohnung werde ich an meinen Homeoffice-Tagen vertrieben… in das nächst beste Café am Platz. Natürlich könnte ich auch privates W-LAN aufsuchen oder die Stabi nutzen. Aber irgendwie mag ich sie ja, diese ausgelagerten Büros. Endlich Zeit und Raum für soziale Studien im Feld.