Heute vor einem Jahr habe ich mit dem Bloggen begonnen. Am Anfang war ich noch skeptisch, wie mir das öffentliche Schreiben gefällt. Immerhin wusste ich schon lange um Existenz und Potenziale des Mediums Weblog, was nicht zuletzt mit Sebastian zusammenhängt. Als einer der Weblog-Pioniere in Deutschland hat er früh versucht, das Bloggen in den Hochschulalltag in Augsburg zu integrieren. Ich erinnere mich noch gut an Kommilitonen, die über seine offenen Aufgabenstellungen und das Führen eines öffentlichen (Lern-)Tagebuchs verwundert waren. All das war zu einer Zeit (2003/2004), als Blogs nur Insidern bekannt waren und sich das Internet erst langsam zum Mitmachweb entwickelte. Entsprechend zurückhaltend war auch ich.

In der Zwischenzeit hat sich viel getan, angefangen beim technologischen Wandel bis hin zur persönlichen Situation. Ich erinnere mich deshalb auch sehr gut daran, wie ich letztes Jahr erstmals mein Forschungsvorhaben im Doktorandenkolloquium vorstellte und fragte: Wie kann ich meine Erfahrungen konservieren? Schnell waren wir auch hier beim Thema Lerntagebuch, allerdings mit der Einschränkung, dies unter Umständen in anderer Form (z.B. handschriftlich) und/oder nicht-öffentlich zu betreiben. Das Kolloquium fand am 7. Dezember 2007 statt. Am 8. Dezember hatte ich einen Account bei WordPress und das zugehörige Blog sandrainthesky. Letztlich ging also alles sehr schnell, denn im Prinzip wusste ich ja, was auf mich zukommt (wenn ich es mir recht überlege, hat nur die Namensfindung eine Weile gedauert – alles vergeben!). Nach einem Jahr bin ich nun froh, mit dem Bloggen begonnen zu haben und kann mir momentan auch nicht vorstellen, es wieder aufzugeben.