Spätestens seit unserem letzten GMW-Workshop wissen viele von Euch, dass die Partizipation von Studierenden im MuK-Studiengang groß geschrieben wird. Uns gelingt es ganz gut, die Studierenden in unterschiedliche Prozesse zu integrieren oder mit ihnen über neue (studiengangsrelevante) Themen zu diskutieren. Einen großen Anteil daran hat die Fachschaft Medien und Kommunikation, die von Beginn an zwischen Lehrenden und Studierenden vermittelt. Ich selbst war lange genug „Fachschaftstante“, um sagen zu können, dass die Kommunikation wirklich ausgesprochen gut funktioniert und die Studierenden in alle Prozesse einbezogen werden. Es ist dabei ganz natürlich, dass nicht jeder Wunsch von Studierendenseite berücksichtigt werden kann, aber Meinungen werden ge- bzw. erhört und das ist mir (aus der einen und aus der anderen Perspektive) wichtig. Da wir einen fruchtbaren Austausch gewohnt sind, regen mich Meldungen wie diese aus Hohenheim auf. Gar nicht mal so, weil ich die Wunschengelaktion gewöhnungsbedürftig finde. Vielmehr ärgert mich, wenn ich lesen muss, dass der Hohenheimer AStA öffentlich gegen die Aktion interveniert. Ich bin mir natürlich voll und ganz bewusst, dass Medien kleine Probleme zu großen machen, aber im Kern bleibt ein Problem bestehen, das auch hier wieder sichtbar wird: Universitätsvertreter suchen den Austausch mit den Studierenden zu selten und zu oberflächlich, insbesondere auf der Fakultäts- und Universitätsebene. Verbesserte Kommunikation würde nicht nur dafür sorgen, dass schlechte Presse ausbleibt, sondern dass man zu sinnvollen (Insel-)Lösungen kommt. Schließlich sind weder Fachschaften noch ASten auf Krawall getrimmt, solange man sie wie gleichberechtigte Partner behandelt. Das erfordert aber ein Umdenken an den Hochschulen, was bisher auf breiter Ebene noch nicht stattgefunden hat und angesichts von mehr „Kundenorientierung“ eine der nächsten großen Herausforderungen wird.

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