Für Autofahrer wie mich ist Bahnfahren immer wieder ein Erlebnis. Auf dem Hinweg nach Darmstadt hatte ich heute das Vergnügen, den Streit meiner Tischnachbarn zu belauschen. Das Beste daran: Es ging um den Platz unterhalb des Tisches, konkreter um mangelnde Beinfreiheit. Eine Dame hatte sich unverschämterweise herausgenommen, die Füße weit über die Mitte hinweg zu platzieren, was zur Folge hatte, dass sich eine andere Dame in ihrer Beinfreiheit deutlich eingeschränkt fühlte. Das erste Mal wurde freundlich auf den Umstand hingewiesen, das zweite Mal deutlicher, das dritte Mal laut. Mein Gegenüber und ich guckten uns nur verdutzt, aber grinsend an und haben wohl (unausgesprochen) dasselbe gedacht: Können erwachsene Menschen das nicht irgendwie anders klären? … Auf dem Rückweg dann ein weiteres Highlight: Englisch sprechende Hessen. Das an sich ist ja nichts Verwerfliches, denn ich mag Hessen wirklich, aber der „Slang“ war einfach zum Schreien. Dabei waren die beiden so auf „Business“, dass sie nur kurz die „Slides fixen“ wollten. Hätten sie das mal lieber auf Deutsch gemacht. Erstens hätten sie es sprachlich leichter gehabt und zweitens hätte ich mich in Ruhe zurücklehnen können. So musste ich zuhören. Und wieder grinsen.