In den letzten Tagen hat die Berichterstattung über die Olympischen Sommerspiele in Peking wenig mit dem Sport an sich zu tun. Anstoss öffentlicher Erregung ist vielmehr die Beschränkung der Pressefreiheit für ausländische Journalisten. Das ist schon ein Stück weit paradox, denn Pressefreiheit ist nicht nur ein hohes Gut, sondern Berichterstattung verleiht letztlich einem Großereignis wie den Spielen auch die entsprechende mediale Aufmerksamkeit (woran wiederum das Sport-Sponsoring gekoppelt ist). Deshalb hätte ich stark vermutet, dass aufgrund des hohen internationalen Interesses chinesische Einschränkungen zumindest für Journalisten gelockert werden. Bleibt nun abzuwarten, wie sich die Berichterstattung während der Spiele entwickelt. Sollte es keine Lockerungen geben, werden die meisten Informationen wohl dennoch zu uns herüberschwappen – vor allem dann, wenn das „Firewall-Jumping“ zum neuen (Volks-)Sport avanciert ;-)

(c) Jan Tomaschoff, Welt-Online