Ich erinnere mich an Zeiten, als sich fast niemand vor Ort für Medien und Kommunikation (MuK) interessiert hat. Wir saßen mit einigen Fachschaftsvertretern und zwei Professoren in einem Seminarraum und haben nicht mehr als drei Jugendliche beraten. Daraufhin wurden die Schüler-Info-Tage (SIT) der Fachschaft überlassen – eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung, die zu recht aufgemacht wurde. Genauso gut erinnere ich mich an das letzte Jahr, als ich zu mehreren Hundert interessierten jungen Menschen sprechen durfte – auf einem Tisch stehend, damit ich alle erreichen konnte. Das war ziemliches Chaos (und das ist noch gelinde ausgedrückt). Kurzerhand sind wir in den Hörsaal I umgezogen und haben improvisiert.

Zwischen diesen beiden Extremen liegt eine lange Entwicklung. Zunächst vom MuK-Studiengang, der inzwischen über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt geworden ist. Dies zeigen Bewerberzahlen (und damit zusammenhägend der NC) auf der einen Seite, Rankings auf der anderen Seite. Eine starke Entwicklung hat auch die Studienberatung hinter sich: Mit neuem Personal und viel Engagement wurden die Schüler-Info-Tage re-organisiert. Es wurde ein echtes Programm geschaffen und Schulen zu den SIT eingeladen. Auch ortsansässige Medien wurden auf die Veranstaltung aufmerksam gemacht. Auf diese Weise konnten mehr Schüler und Abiturienten erreicht werden als je zuvor. Hinzu kommt der neue Termin, der nun nach den Abiturprüfungen liegt und damit die wirklich interessierten anspricht. Wir selbst gehen inzwischen einen Mittelweg. Mittelweg in dem Sinne, dass insgesamt vier Mitglieder von Fachschaft/imb den MuK-Studiengang vorstellen. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass die Güte der Information gewährleistet werden kann, sondern auch, dass man als Fremder die Uni-Welt und die MuK-Community ein Stück weit (mit-)erleben kann. Denn das Gemeinschaftsgefühl gehört untrennbar zum Studiengang dazu.

Wenn man nun auf die letzten beiden Tage zurückblickt, kann man sagen: Unser neues Modell für die SIT hat gut funktioniert. Viele Fragen konnten geklärt werden, ohne dass sie im Plenum gestellt werden mussten. Unsere Präsentation war schließlich sehr ausführlich. Dazu haben wir uns bemüht, eine Sprache zu finden, die auch Nicht-Akademiker erreicht und kniffelige Begriffe/Modulbezeichnungen etc. ausführlich erklärt. Nachteilig war vielleicht, dass die Strukturiertheit dazu führt, dass sich die Jugendlichen nicht mehr so recht trauen zu fragen. Wir haben sie zwar stets animiert, aber im größten Hörsaal der Uni und vor ca. 100 Anwesenden muss man zum Fragen doch etwas Mut aufbringen. Ich will aber nicht das Haar in der Suppe suchen (denn das findet man immer!): Mir hat die Vorstellung bei den SIT super gefallen und ich hoffe, dass ich damit nicht alleine bin.

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