Dass sich Jugendliche heutzutage viel im Web bewegen, wissen wir spätestens seit der KIM-/JIM-Studie. Dass sie das Internet inzwischen aber traditionellen (Audio-Visuellen-)Medien vorziehen, wird nun von einer Studie des Leipziger Medienpädagogen Bernd Schorb belegt. Untersucht wurden v.a. internetaffine Jugendliche, die über zahlreiche Plattformen wie das schülerVZ angesprochen wurden. Für mich zentrale Aussage der Erhebung: „Jugendliche nutzen das Internet nicht nur zur Information und Kommunikation, sie suchen hier vor allem auch nach Unterhaltung. Das umfasst neben dem Spielen insbesondere rezeptive Tätigkeiten. Im Internet und auch am Computer rezipieren Jugendliche auditive und audiovisuelle Inhalte. Dabei vervielfachen sie aber nicht einfach ihre rezeptive Nutzung, sondern greifen auf neuartige Nutzungsoptionen zu.“ (Schorb et al. 2008, S. 8) Des öfteren fällt auch der Konvergenz-Begriff, der sich v.a. auf zwei Dimensionen bezieht: (1) auf das technische Zusammenwachsen in dem Sinne, dass digitale Daten – welcher Herkunft auch immer – gebündelt auf dem Rechner zusammenfließen; (2) auf die inhaltliche Konvergenz, „einen Inhalt über verschiedenste Medien und mediale Tätigkeiten zu verfolgen“ (ebd., S. 4). Auch der Spiegel berichtet bereits, dass das Internet für Jugendliche das wichtigste Medium ist. Na dann.