„Harter Wettbewerb zwischen Unternehmen ist eher… gut“, geben zumindest 76 Prozent der befragten Jugendlichen mit Hochschulreife in einer repräsentativen Jugendstudie des Bankenverbandes (2006) an. Im Mittel aller Abschlüsse sind es immer noch 68 Prozent, die Tendenzen durch Globalisierung und Marktwirtschaft befürworten. Für mich bedeuten die Ergebnisse zweierlei. Einerseits zeigen die hohen Werte, dass Wirtschaft und entsprechende Prozesse bei jungen Menschen eher positiv besetzt sind. Zeiten, in denen skeptische Haltungen der Lehrer auf Schüler abfärbten, sind anscheinend vorbei. Andererseits zeigen die Daten aber auch, dass Wirtschaft v.a. deshalb sehr positiv bewertet wird, weil Jugendliche damit erhebliche (berufliche) Hoffnungen verknüpfen. Schließlich hatten sie in der Schule kaum Gelegenheit dazu, den weltweiten Wettbewerb selbst als positiv (oder als negativ) zu erfahren. Die unbekannte Größe „Wirtschaft“ wird somit auf einen hohen Thron gehoben – etwa nicht?