Einer aktuellen Studie der TU Dresden zufolge sollen Hausaufgaben nichts bringen. Besser gelernt werde sogar ganz ohne, heißt es passend dazu heute im Schul-Spiegel. Prof. Gängler erklärt dies in der dazugehörigen Pressemitteilung so: „Gute Schüler werden durch Hausaufgaben nicht unbedingt noch besser, und schlechte Schüler begreifen zuhause durch bloßes Wiederholen noch lange nicht, was sie schon am Vormittag nicht richtig verstanden haben.“ Der Erziehungswissenschaftler weiter: „Hausaufgaben [werden] heutzutage von Lehrern einfach „verschrieben“ […], in der Annahme, sie würden schon irgendeinen positiven Effekt auf die Schüler haben.“ Aufgrund seiner Umfragen unter Lehrern, Schülern und Eltern folgert er, dass Strategien zum Wissenserwerb direkt im Unterricht vermittelt und durch Übungs- und Förderangebote im Rahmen der Ganztagsschule begleitet werden sollten. Dann könnten Hausaufgaben bald der Vergangenheit angehören. Aus dem Stehgreif etwas unvorstellbar, aber angesichts (1) der Belastung von Schülern im G8 und (2) der genuinen Aufgabe von Schule (nämlich als Ort des gemeinsamen Lehrens und Lernens) nicht die schlechteste Idee.