Ich hätte es kaum für möglich gehalten, aber in den Ferien bin ich tatsächlich nicht zum Bloggen gekommen. Neben allen Weihnachtsfeiern und dem typischen Freunde-und-Bekannte-Treffen habe ich mich bewusst rar gemacht – allein die Artikel aus meinem aktuellen Seminar „w.e.b.Square – wissenschaftliches Publizieren im Netz“ habe ich korrigiert. Schließlich ist es Teil des Konzepts, dass die Studierenden vor der endgültigen Abgabe ihrer Texte eine Art Beta-Version einreichen können. Dieser Artikel wird dann auf Herz und Nieren überprüft: Stimmen die Inhalte? Wird der rote Faden eingehalten? Sind alle Quellenangaben korrekt? Etc. Alle Anmerkungen oder auch Anregungen, die mir ein- oder auffallen, werden an die Seminarteilnehmer weitergegeben. Auf diese Weise möchte ich etwas anbieten, was man an der Uni selten findet: Rückmeldungen auf die eigene Leistung zu bekommen, ohne den Druck einer guten oder schlechten Note zu verspüren. Ich schreibe daher immer ein inhaltliches Feedback, was die wissenschaftlichen Artikel im Ganzen bewertet und ein detailliertes Feedback mit Hilfe der Kommentarfunktion in MS Word (die vielen roten Anmerkungen sorgen nicht selten für Irritationen). Das Review-Verfahren hat neben dem didaktischen Aspekt noch ein weiteres Ziel: die Veröffentlichung. Alle im Seminar produzierten Inhalte sollen auf der eigens organisierten Tagung „Innovation trifft Tradition – Hochschule im 21. Jahrhundert“ vorgestellt werden. Im Rahmen dessen wird auch ein professionell gestaltetes Tagungsband entstehen.

Das Tagungsband ist im Übrigen ein erster Schritt zum w.e.b.Square-Relaunch: Wir wenden uns in Kürze einem neuen Format zu, dem wissenschaftlichen E-Journal. Eine Plattform wie w.e.b.Square funktioniert nämlich kaum wie ein „normales“ wissenschaftliches Magazin im Internet, was beispielsweise täglich neue Inhalte hervorbringt. Dafür sind wir aufgrund unserer Leitidee („von Studenten für Studenten“) zu sehr abhängig von den Semester-Rhythmen der Universität. Trotz neuem Format werden die w.e.b.Square-Inhalte natürlich gleich bleiben. Die Plattform soll schließlich herausragende studentische Arbeiten für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Dies gilt für vorbildliche Bachelor- und Masterarbeiten, aber auch für andere innovative Leistungen von Studierenden. Neu wird allein die thematische Ordnung aller Arbeiten, wie wir es von anderen E-Journals bereits kennen.