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Ich weiß gar nicht, ob es der neue betacampus-Projektblog nötig hat… aber ich verweise trotzdem mal auf ihn, zumal wir (d.h. das KaffeePod-Team und das MuK-Alumni-Netzwerk-Team) dort weiterführende Infos zur Verfügung stellen. Der Projektblog ist vor allem für diejenigen interessant, die den Fortschritt der durch den Innovationswettbewerb betacampus geförderten Projekte verfolgen wollen. Noch tummeln sich dort wenige Initiativen, aber das wird sich (hoffentlich) ändern. Denn im Grunde ist der Projektblog eine schöne Idee: So gibt es auf der einen Seite eine Plattform zur öffentlichkeitswirksamen Darstellung der Projekte, auf der anderen Seite einen internen, also nicht sichtbaren Blog für die Lessons Learned. Von außen betrachtet, wird der Projektblog daher so etwas wie ein Corporate Blog sein – Informationen werden beschönigt dargestellt, da diese einen Teil des Publikumspreises ausmachen (dessen Bedingungen ich leider noch nicht kenne). Von innen betrachtet, sollen die Blogbeiträge über den Projektstand berichten und damit auch solche Informationen beinhalten, die unschön sind, sprich: nicht eingehaltene Meilensteine, Gruppenkonflikte etc. Inwieweit der Projektblog beide Funktionen (PR und Reflexion) erfüllen wird, kann man in diesem frühen Stadium noch nicht sagen. Prinzipiell ist der Ansatz jedenfalls nicht schlecht und wir werden uns weiter daran beteiligen.
Heute vor einem Jahr habe ich mit dem Bloggen begonnen. Am Anfang war ich noch skeptisch, wie mir das öffentliche Schreiben gefällt. Immerhin wusste ich schon lange um Existenz und Potenziale des Mediums Weblog, was nicht zuletzt mit Sebastian zusammenhängt. Als einer der Weblog-Pioniere in Deutschland hat er früh versucht, das Bloggen in den Hochschulalltag in Augsburg zu integrieren. Ich erinnere mich noch gut an Kommilitonen, die über seine offenen Aufgabenstellungen und das Führen eines öffentlichen (Lern-)Tagebuchs verwundert waren. All das war zu einer Zeit (2003/2004), als Blogs nur Insidern bekannt waren und sich das Internet erst langsam zum Mitmachweb entwickelte. Entsprechend zurückhaltend war auch ich.
In der Zwischenzeit hat sich viel getan, angefangen beim technologischen Wandel bis hin zur persönlichen Situation. Ich erinnere mich deshalb auch sehr gut daran, wie ich letztes Jahr erstmals mein Forschungsvorhaben im Doktorandenkolloquium vorstellte und fragte: Wie kann ich meine Erfahrungen konservieren? Schnell waren wir auch hier beim Thema Lerntagebuch, allerdings mit der Einschränkung, dies unter Umständen in anderer Form (z.B. handschriftlich) und/oder nicht-öffentlich zu betreiben. Das Kolloquium fand am 7. Dezember 2007 statt. Am 8. Dezember hatte ich einen Account bei WordPress und das zugehörige Blog sandrainthesky. Letztlich ging also alles sehr schnell, denn im Prinzip wusste ich ja, was auf mich zukommt (wenn ich es mir recht überlege, hat nur die Namensfindung eine Weile gedauert – alles vergeben!). Nach einem Jahr bin ich nun froh, mit dem Bloggen begonnen zu haben und kann mir momentan auch nicht vorstellen, es wieder aufzugeben.
Durch die Beschäftigung mit dem Bildungsbericht 2008 bin ich auf den (inzwischen schon fast vier Monate alten) Bildungsserver-Blog gestoßen. Während ich den Service des Bildungsservers schon eine ganze Weile kenne und nutze, ist der zugehörige Blog komplett an mir vorbei gegangen (was sicher viele Angebote im Web betrifft – man kann einfach nicht alles sehen/lesen/verfolgen). Den Blog finde ich jedenfalls einigermaßen spannend, da hier Bildungsthemen zentral gesammelt und diskutiert werden – und zwar v.a. aus einer politischen Perspektive. Leider wird bisher nur vereinzelt kommentiert, was angesichts der Tragweite der Inhalte doch etwas schade ist (siehe z.B. Nationaler Bildungsbericht 2008).
Ergänzt wird das Angebot durch das Innovationsportal des Bildungsservers: Passend zum neuen Bericht werden im Dossier Bildung + Innovation etwa Stimmen aus Politik, Presse und Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Sehr praktisch, denn die Übersicht der Reaktionen erscheint mir (nahezu) erschöpfend.
Ein Weblog: Für den einen ist es ein echtes Reflexionsmedium, für andere wiederum „nur“ berufliche Pflicht. Welche Gründe z.B. Wissenschaftler haben, einen Knowledge Blog zu führen, versucht Tamara mit ihrer aktuellen Umfrage zu Motiven des Bloggens herauszufinden. Angesprochen sind dabei alle Studierenden, Lehrende, Doktoranden, Selbstständige, Angestellte etc., die sich in irgendeiner Form mit Wissenschaft in ihrem Weblog auseinandersetzen. Und warum bloggst Du?
Erinnert Ihr Euch an meine anfängliche Skepsis? Ich als Blogger… bis vor kurzem unvorstellbar. Jetzt bin ich mittendrin statt nur dabei und irgendwie total angefixed. Warum das so ist, versuche ich mir selbst öfters zu erklären. Ein Grund ist sicher die Möglichkeit, Gedankengänge zu reflektieren und dauerhaft festzuhalten. Ein weiterer die Chance, sich v.a. fachlich auszutauschen. Weitere Antworten liefert mir nun der neue Arbeitsbericht von Gabi und Tamara zum Thema „Knowledge Blogs zwischen Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit„. Gerade den Bereich „Kompetenzerfahrung“ hatte ich vorher nicht so explizit auf dem Schirm. Aber irgendwie stimmt’s dann doch, das mit der (sozialen) Einflussnahme und dem Ownership.

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