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Neue Informationsangebote zu schaffen, das ist dieser Tage nichts besonderes. Doch die meisten Informationen werden nach wie vor textbasiert transportiert und sind mitunter schwere Kost. Manche Angebote sind natürlich besser, manche schlechter gemacht. Doch schwierig bleibt es trotzdem, den Überblick über relevante Informationen zu behalten. Auch wir haben in den letzten Wochen und Monaten ein neues Informationsangebot geschaffen. Mithilfe von digitalen Medien oder genauer: durch digitale Hörspiele, sogenannte Podcasts, wollen wir den Kontext Universität für Schüler und junge Studierende transparenter machen, aber auch für die Unterschiedlichkeit von Wissenschaft, von Fächern und Fachkulturen auf unterhaltsame Weise sensibilisieren. Aufmerksame Leser meines Blogs wissen jetzt natürlich gleich, was ich damit meine: den KaffeePod.

Bislang musste ich, wenn ich prozessbegleitend über den KaffeePod berichtet habe, immer über die Zukunft spekulieren – denn ich konnte nur Entwicklungen skizzieren und darauf hoffen, dass wir den „Piloten“ gut über die Bühne bekommen. Schließlich läuft das Projekt nun beinahe ein Jahr und nach und nach haben wir viele Studierende und Universitätsangehörige mit der Idee, einen Podcast über Lernen, Leben und Arbeiten an der Universität anzufertigen, begeistert. Und wo der KaffeePod gewissermaßen „greifbar“ ist, sind alle Teammitglieder richtig stolz auf das Produkt… und das Team ist groß, glaubt es mir ;-)

Mit dem Launch des KaffeePod sind jetzt viele Erwartungen und Hoffnungen verbunden – immerhin ist die Art des Informationsangebots neu und das Projekt an sich erhält intern und extern viel Zuspruch. So hat es zum Beispiel auch eine Erweiterung des KaffeePods, nämlich Bildungspodcasts für ausländische Studierende zu produzieren, unter die besten 20 Einreichungen beim Ideenwettbewerb Generation-D geschafft. Die Freude darüber ist groß – denn offenbar glauben zahlreiche Personen an unser Projekt, obschon wir stets über „ungelegte Eier“ reden mussten. Aber das ist ja zum Glück vorbei :-)

Mit der Produktion der ersten Audiopodcasts und der Umsetzung des Online-Auftritts kommen allerdings neue Anforderungen auf das gesamte Team zu: Es gilt, sowohl die Lehrveranstaltung als auch das Begleitstudiumsangebot zum KaffeePod weiterzuführen, sich fortan intensiv um die Distribution der Podcasts zu kümmern und natürlich auch am KaffeePod 2.0 weiterzudenken. Was wir uns schließlich darunter vorstellen, zeigen Tamara und ich auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft am kommenden Dienstag in Berlin. Und wer dort nicht hinkommen kann, findet hier bald unsere Präsentation. Ihr dürft also gespannt sein, denn wir denken immer weiter… ganz bestimmt.

PS: An dieser Stelle möchte ich es nicht verpassen, Danke zu sagen – Danke allen fleißigen Helferinnen und Helfern, die in der letzten Zeit so engagiert mitgearbeitet haben, dass aus der Idee zum Bildungspodcast nun die Hörspielreihe KaffeePod wurde. Ihr seid die besten!

Gerade surfe ich auf den Seiten unserer Fachschaft und entdecke, dass die neuen MuK-Erste-Hilfe-Pakete online stehen. Dieses Mal hat sich die Fachschaft inhaltlich wie auch vom Layout und Design verausgabt: Erstmals nach – ich glaube vier Jahren – wurde alles komplett überarbeitet und sogar mithilfe einiger Sponsoren als kompakte Broschüre in Druck gegeben. Eine wirklich schöne Entwicklung, wenn ich bedenke, wie die Idee zum Erste-Hilfe-Paket entstanden ist… nämlich im Biergarten bei bester Laune und Sonnenschein :-) Grund war damals (ist ja wirklich schon eine Weile her), dass es zum MuK-Studiengang in Augsburg kaum digitale Informationen gab und diese, wenn überhaupt, in einer sehr formalen Sprache verfasst waren. Der Fachschaft war das ein Dorn im Auge, schließlich konnten sich alle Mitglieder inklusive mir noch gut daran erinnern, wie komplex die ersten Studientage an der Universität waren (siehe hierzu auch unseren Artikel auf w.e.b.Square). Von der Professorenschaft unterstützt, wurden die Erste-Hilfe-Pakete erstmals umgesetzt und nach und nach um weitere Themen (z.B. Ausland, Studieren mit Kind) ergänzt. Beim Schwelgen in diesen Erinnerungen fällt mir übrigens auf, wie viele von den früheren Fachschaftsmitgliedern bis heute an der Uni (größtenteils sogar in Augsburg) unterwegs sind. Und zwar inzwischen in anderer Funktion… aber das nur als Randbemerkung ;-)

Wenn ich mich recht erinnere, bin ich seit 2003 an den Schüler-Info-Tagen der Universität Augsburg beteiligt. In den ersten Jahren war ich vorwiegend als Fachschaftsvertreterin anwesend, seit dem letzten Jahr darf ich die Lehrendensicht vertreten (ich habe vor knapp einem Jahr ausführlicher darüber berichtet). Man könnte jetzt meinen, die Schüler-Info-Tage sind immer wieder dasselbe, es würden jedes Jahr auf’s Neue ähnliche Fragen gestellt und man könnte folglich immer wieder ein Programm „abspulen“. Entweder machen wir etwas falsch oder die Uni bewegt sich doch mehr, als wir es glauben: Denn wir sind zwar sehr routiniert im Umgang mit den Schülerfragen vor Ort, aber das Aktualisieren der Folien sorgt im Vorfeld für einige Mühen (und für einigen Koordinationsaufwand bei Alex ;-)).

Außerdem werden wir am kommenden Samstag erstmals das neue MuK-Curriculum vorstellen, das ab dem Wintersemester 2009/2010 zum Einsatz kommt. Am Kern des Studiengangs verändert sich nicht viel, aber eben doch so viel, dass ich mich auf die Vorstellung der Inhalte anders als in den letzten Jahren vorbereiten muss. Interessant wird natürlich auch sein, wie der leicht veränderte Aufbau des „MuK 2.0″ bei den Studieninteressierten ankommt. Etwas verschulter als bisher ermöglicht er meines Erachtens doch einen rascheren Überblick bzw. Einstieg in die konkreten Inhalte. Zudem gefällt mir die vernetzte „Logik“ hinter dem Curriculum, die auch aus Studierendensicht attraktiv sein dürfte.

Neben den konkreten Inhalten unseres „Slots“ fällt übrigens auch auf, dass die SIT in diesem Jahr an nur einem Tag und dazu noch am Wochenende stattfinden. Dies geht vermutlich zurück auf das große Engagement und Bemühen der Studienberatung, die mit der Aktion möglichst viele Studieninteressierte erreichen möchte. Ich finde das grundsätzlich gut und hoffe darauf, dass viele Abiturienten die Chance nutzen werden, sich vor Bewerbungsschluss nochmals über das MuK-Studium in Augsburg zu informieren. Immerhin ist es mit der Studien- und Berufsorientierung in der Schule nach wie vor schlecht bestellt; nicht wenige Abiturierenten wissen erst „kurz vor knapp“, was sie werden möchten… und greifen folglich auch öfters einmal daneben. Das ist gewiss nicht schlimm; aber ich frage mich doch, warum niemand das Problem in den Griff bekommt, die Lücke zwischen Schule und Hochschule ernsthaft zu schließen und endlich die berufliche Orientierung von Jugendlichen zu erleichtern.

Einen Schritt in die richtige Richtung geht aktuell die Robert-Bosch-Stiftung: Sie fördert z. B. Projekte, die Schüler, Studierende und (Geistes-)Wissenschaftler näher zusammenbringen (danke an Timo für den Tipp!). An sich wäre das etwas für unseren KaffeePod, allerdings sollten wir wohl erst unsere Hausaufgaben machen und nicht den x-ten Schritt vor dem ersten tun. Jetzt warten wir erst einmal gespannt, was sich am Samstag tut.

Zum Notieren: Schüler-Info-Tag 2009 am 25. April in der Universität Augsburg; Vorstellung des MuK-Studiengangs von 13.00 bis 14.00 Uhr in Hörsaal I; Abiturienten, Studieninteressierte, Eltern etc. herzlich eingeladen Löcher in den Bauch zu fragen!

Das Warten hat sich gelohnt: Gestern spät abends haben wir die Nachricht erhalten, dass sowohl das MuK-Alumni-Netzwerk als auch der KaffeePod mit Geldern des Betacampus-Wettbewerbs gefördert werden. Beide Projekte sind noch in der Entwicklungsphase, weshalb die (Zusatz-)Finanzierung gerade recht kommt. Die Förderung macht es notwendig, dass wir die Projekte auch innerhalb dieses Jahres umsetzen – eine Herausforderung, der wir uns gern stellen ;-)

In Augsburg tut sich was: Der MuK-Studiengang soll ein Alumni-Netzwerk bekommen. Doch wie soll es aussehen? Unser Begleitstudiumsteam sucht dringend nach Antworten und hier kommen alle aktuellen bzw. ehemaligen MuKler ins Spiel. Füllt einfach die Umfrage aus und lasst uns wissen, wie Ihr Euch ein Alumni-Netzwerk für den MuK vorstellt. Danke für Eure Unterstützung!

Lange haben wir uns gefreut, gestern war es dann soweit: Die Graduates08 fand im Dorint Hotel in Augsburg statt. Die MuK-Absolventenfeier bietet den Bachelor- und Masterabsolventen einen passenden Rahmen dafür, ihren Abschluss mit Kommilitonen, Freunden und Verwandten zu feiern. Ich gebe zu, das ist einigermaßen amerikanisch, aber bei uns werden die Graduates regelmäßig von den Studierenden selbst organisiert. Schon allein deshalb halte ich die Feier für unterstützenswert. Früher hat die Organisation hauptsächlich die Fachschaft übernommen; heute gibt es ein Begleitstudiumsprojekt, das sich um das Event Graduates kümmert. Ein Budget gibt es nicht – alle Überlegungen beginnen bei null Euro. Ich erwähne das deshalb, weil die studentischen Organisatoren trotzdem Jahr für Jahr eine tolle Feier auf die Beine stellen und sich dafür richtig reinhängen.

Auch die Graduates08 war wieder ein schönes Erlebnis mit einem bunten Programm: Nach einer kurzen Begrüßung von Moderatorin Viola Gaspar (auch MuK-Studentin), hat Prof. Dr. Dr. Werner Wiater zu den Anwesenden gesprochen. Szenenapplaus bekam der Prorektor der Universität Augsburg für die Zusage, den MuK-Studiengang bei seinem Ausbau und bei der Akkreditierung unterstützen zu wollen.

Nach der Vorspeise hatte ich dann die Aufgabe, die Absolventenperspektive in Form einer Rede einzubringen. Das war gar nicht mal so einfach! Denn eine Rede auf der Graduates halte ich auch nicht jeden Tag. Als Motto habe ich Zeiten ändern sich gewählt, da der Übergang vom Studium in den Beruf mit vielen Veränderungen einhergeht, z.B. im Hinblick auf Rollen, Wohnort und Zeit. Ich denke, damit habe ich den Geschmack des Publikums ganz gut getroffen… Im Anschluss an meinen kurzen Vortrag folgte die Studierendenperspektive von Clarissa Schöller, die sich inhaltlich vor allem mit dem MuK an sich beschäftigt hat. Die Rede war gespickt mit vielen Anekdoten aus dem Studienalltag und diverse Lacher waren deshalb vorprogrammiert. Nach uns folgte Prof. Dr. Christiane Eilders, die den MuK-Studiengang als Vertreterin des Boards aus der Außen- und Binnenperspektive betrachtet hat. Auch wenn wir drei uns nicht großartig abgesprochen hatten, hatte jede Rede ihren eigenen Kern und passte meiner Meinung nach gut zu einer Absolventenfeier.

Im Anschluss an die Hauptspeise wurden dann die Jahrgangsbesten geehrt bzw. alle Absolventen aufgerufen. Mit der Zeit wurde es vorne voller und voller, denn eine 2×2-Meter-Bühne bietet kaum Platz für 52 Absolventen plus Frau Eilders und mich… Umso lustiger (und gequetschter!) wurde das traditionelle Abschlussfoto. Noch rasch die Nachspeise eingenommen, wurde dann im Lamm weitergefeiert bis tief in die Nacht. Ein (bis auf kleinere Zwischenfälle ;-)) gelungener Abend!

Wenn man der eigens in Auftrag gegebenen Blitzumfrage glaubt, ist die Uni Augsburg ziemlich cool. Besonders hervorgehoben werden der Campuscharakter und die mittlere Größe der Hochschule. Die Wege sind kurz und man kennt sich. Gelobt wird auch das Campusleben, unter anderem wegen der vielen guten Parties und Events. Größter Kritikpunkt bleibt die Mensa. Alle Punkte stimmen im Großen und Ganzen mit meiner persönlichen Meinung überein. Die kurzen Wege sind klasse und werden immer wieder von Studierenden großer Universitäten (z.B. Münster, Berlin) hervorgehoben. Letztere sind es auch, die sich oft über die Anonymität in ihren Hochschulen beklagen. Da haben wir wirklich Glück (und zwar unabhängig vom MuK-Studiengang). Die Sache mit den Parties und Events sehe ich schon etwas kritischer: Natürlich gibt es immer wieder Veranstaltungen auf dem Campus, aber ob das eine Besonderheit ist? Schon eher Festivals wie das Frischluft, wo ein Jahr nach der MTV Campus Invasion der Augsburger Campus ordentlich rockte. Das ist allerdings schon fünf Jahre her und ich weiß nicht, ob eine SOP (Semester Opening Party) da so ganz mithalten kann. Zur Mensa selbst sage ich lieber nichts, die meide ich schon lange. Dafür möchte ich vielmehr die alte Cafete (Cafeteria im Hörsaalzentrum) loben, die hat es nämlich wirklich verdient. Ansonsten fallen mir spontan noch ein paar Kritikpunkte an der Uni ein, die weit über Freunde, Essen und Feiern hinausgehen; allerdings fürchte ich, dass ich hier längst die Studierendensicht verlassen habe und zu viel über hochschulpolitische Entscheidungen und Strukturen weiß.

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Sandra @ del.icio.us