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Gerade surfe ich auf den Seiten unserer Fachschaft und entdecke, dass die neuen MuK-Erste-Hilfe-Pakete online stehen. Dieses Mal hat sich die Fachschaft inhaltlich wie auch vom Layout und Design verausgabt: Erstmals nach – ich glaube vier Jahren – wurde alles komplett überarbeitet und sogar mithilfe einiger Sponsoren als kompakte Broschüre in Druck gegeben. Eine wirklich schöne Entwicklung, wenn ich bedenke, wie die Idee zum Erste-Hilfe-Paket entstanden ist… nämlich im Biergarten bei bester Laune und Sonnenschein :-) Grund war damals (ist ja wirklich schon eine Weile her), dass es zum MuK-Studiengang in Augsburg kaum digitale Informationen gab und diese, wenn überhaupt, in einer sehr formalen Sprache verfasst waren. Der Fachschaft war das ein Dorn im Auge, schließlich konnten sich alle Mitglieder inklusive mir noch gut daran erinnern, wie komplex die ersten Studientage an der Universität waren (siehe hierzu auch unseren Artikel auf w.e.b.Square). Von der Professorenschaft unterstützt, wurden die Erste-Hilfe-Pakete erstmals umgesetzt und nach und nach um weitere Themen (z.B. Ausland, Studieren mit Kind) ergänzt. Beim Schwelgen in diesen Erinnerungen fällt mir übrigens auf, wie viele von den früheren Fachschaftsmitgliedern bis heute an der Uni (größtenteils sogar in Augsburg) unterwegs sind. Und zwar inzwischen in anderer Funktion… aber das nur als Randbemerkung ;-)
Die aktuelle Ausgabe des Fluter, das (Jugend-)Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), widmet sich dieses Mal dem Thema „Medien“. Die Schwerpunktsetzung halte ich (natürlich!) für gelungen, da Medien allgegenwärtig sind und viele Medieninhalte unseren Alltag beeinflussen. Dies gilt im Besonderen für Jugendliche, die den Umgang damit erst noch lernen müssen. Ich möchte deshalb gar keinen Artikel herausgreifen, sondern nur einen kurzen, chronologischen Überblick über die Heftinhalte geben. Es finden sich Beiträge über
- das Finanzierungsmodell bei schülerVZ,
- das Thema „Rufmord“,
- ein paar Enthüllungen über Medienlügen,
- Google,
- den Beruf „Journalist“,
- die Macht der Bilder,
- PR und Lobbyismus,
- die Beliebheit von Wikipedia.
Wer sich viel mit Medien beschäftigt, wird ein Medium vermissen: Twitter. Das Microbloggingtool wird aufgeführt unter „Medien, die in diesem Heft fehlen“ (S. 49). Find ich irgendwie charmant, dieses bewusste Eingeständnis.
Die Uni steht niemals still – immer wieder passiert etwas Neues. Dieses Mal ist es ein Podcastproduktionstag, der mich neben dem „ganz normalen Wahnsinn“ auf Trab hält. Wir haben uns nämlich in den Kopf gesetzt, einen (kleinen) Teil der ersten KaffeePod-Ausgabe mit 20 Schülern, insbesondere Schülerzeitungsredakteuren, zu produzieren. Die Idee fußt dabei auf den Aktivitäten zum Wissenschaftsjahr 2009, die auch die Uni Augsburg erreicht haben. Zusammen mit dem Referat für Öffentlichkeitsarbeit suchen wir, d. h. allem voran Tamara und ich, interessierte Schüler, die am 27. Mai 2009 mit uns in die Medienproduktion hineinschnuppern möchten. Nach einem kurzen Interviewtraining geht es dabei gleich in die Praxis: Als Redakteure mit Mikro und mobilem Aufzeichnungsgerät ausgestattet, befragen die Schüler renommierte Wissenschaftler der Universität. Die Stimmen eingefangen, werden sie gemeinsam mit einigen Studierenden aus Tamaras Seminar das Schneiden erlernen. Nebenbei wird viel Zeit für Gespräche über den MuK-Studiengang, das Studium in Augsburg und das Studieren an sich sein. Eine (hoffentlich) spannende Sache – für alle Beteiligten.
PS: Wer sich für den Podcastproduktionstag anmelden möchte, schreibt bis zum 15. Mai 2009 eine E-Mail an Konstanze Frölich. Es sind noch Plätze frei!
Wenn ich mich recht erinnere, bin ich seit 2003 an den Schüler-Info-Tagen der Universität Augsburg beteiligt. In den ersten Jahren war ich vorwiegend als Fachschaftsvertreterin anwesend, seit dem letzten Jahr darf ich die Lehrendensicht vertreten (ich habe vor knapp einem Jahr ausführlicher darüber berichtet). Man könnte jetzt meinen, die Schüler-Info-Tage sind immer wieder dasselbe, es würden jedes Jahr auf’s Neue ähnliche Fragen gestellt und man könnte folglich immer wieder ein Programm „abspulen“. Entweder machen wir etwas falsch oder die Uni bewegt sich doch mehr, als wir es glauben: Denn wir sind zwar sehr routiniert im Umgang mit den Schülerfragen vor Ort, aber das Aktualisieren der Folien sorgt im Vorfeld für einige Mühen (und für einigen Koordinationsaufwand bei Alex ;-)).
Außerdem werden wir am kommenden Samstag erstmals das neue MuK-Curriculum vorstellen, das ab dem Wintersemester 2009/2010 zum Einsatz kommt. Am Kern des Studiengangs verändert sich nicht viel, aber eben doch so viel, dass ich mich auf die Vorstellung der Inhalte anders als in den letzten Jahren vorbereiten muss. Interessant wird natürlich auch sein, wie der leicht veränderte Aufbau des „MuK 2.0″ bei den Studieninteressierten ankommt. Etwas verschulter als bisher ermöglicht er meines Erachtens doch einen rascheren Überblick bzw. Einstieg in die konkreten Inhalte. Zudem gefällt mir die vernetzte „Logik“ hinter dem Curriculum, die auch aus Studierendensicht attraktiv sein dürfte.
Neben den konkreten Inhalten unseres „Slots“ fällt übrigens auch auf, dass die SIT in diesem Jahr an nur einem Tag und dazu noch am Wochenende stattfinden. Dies geht vermutlich zurück auf das große Engagement und Bemühen der Studienberatung, die mit der Aktion möglichst viele Studieninteressierte erreichen möchte. Ich finde das grundsätzlich gut und hoffe darauf, dass viele Abiturienten die Chance nutzen werden, sich vor Bewerbungsschluss nochmals über das MuK-Studium in Augsburg zu informieren. Immerhin ist es mit der Studien- und Berufsorientierung in der Schule nach wie vor schlecht bestellt; nicht wenige Abiturierenten wissen erst „kurz vor knapp“, was sie werden möchten… und greifen folglich auch öfters einmal daneben. Das ist gewiss nicht schlimm; aber ich frage mich doch, warum niemand das Problem in den Griff bekommt, die Lücke zwischen Schule und Hochschule ernsthaft zu schließen und endlich die berufliche Orientierung von Jugendlichen zu erleichtern.
Einen Schritt in die richtige Richtung geht aktuell die Robert-Bosch-Stiftung: Sie fördert z. B. Projekte, die Schüler, Studierende und (Geistes-)Wissenschaftler näher zusammenbringen (danke an Timo für den Tipp!). An sich wäre das etwas für unseren KaffeePod, allerdings sollten wir wohl erst unsere Hausaufgaben machen und nicht den x-ten Schritt vor dem ersten tun. Jetzt warten wir erst einmal gespannt, was sich am Samstag tut.
Zum Notieren: Schüler-Info-Tag 2009 am 25. April in der Universität Augsburg; Vorstellung des MuK-Studiengangs von 13.00 bis 14.00 Uhr in Hörsaal I; Abiturienten, Studieninteressierte, Eltern etc. herzlich eingeladen Löcher in den Bauch zu fragen!
Ich werde oft gefragt, wo man sich als MuK-Absolvent oder solcher, der es werden will, nach geeigneten Jobs umsehen kann. Nun habe ich neulich ein paar Tipps von der Agentur für Arbeit erhalten, wo man sich nach Stellen im Bereich Medien erkundigen kann. Diese Liste möchte ich Euch nicht vorenthalten:
- BVDW
- druck.de
- GWA-Jobbörse
- HORIZONTjobs
- karriereundjob.de
- Kjobs.de
- Kulturmanagement-Stellenmarkt
- mediajobbing.ch
- new-prof.de
- planung & analyse
- Verlagsjobs.de
- vertikult
Herausragend gut und bisher noch recht unbekannt ist das Angebot des Wissenschaftsladen Bonn. Auch hier lohnt sich ein Blick in die aktuellen Offerten.
Die Bundesregierung hat heute den neuen Medien- und Kommunikationsbericht veröffentlicht. Für mich sind vor allem die Aussagen zur technischen Infrastruktur interessant, denn noch immer sind viele Gegenden in Deutschland nicht mit Breitband (DSL) erschlossen. So habe auch ich gehofft, dass sich das angesichts von „Angies“ Äußerungen im vergangenen Herbst bald ändern würde. Umso erschreckender ist folglich eine im Bericht zu findende Prognose: „Bei den aktuellen Zuwachsraten ist eine endgültige Digitalisierung dieser Verbreitungsebenen nicht vor dem Jahr 2025 zu erwarten.“ (ebd., S. 29) Erschreckend deswegen, weil dadurch zum einen die Kluft zwischen Internetnutzern und Nicht-Nutzern immer größer wird (siehe hierzu auch einen interessanten Beitrag von Nicole Zillien in der M&K); zum anderen weil mir vor Augen geführt wird, dass auch ich die kommenden Heimaturlaube in Rheine weiter mit Modem (erinnert Ihr Euch noch – das mit dem schönen Einwahlton!), bestenfalls mit ISDN verbringen darf. Es gibt zwar bereits die Initiative Zukunft Breitband, allerdings habe ich außer Versprechungen bisher nichts von konkreten Entwicklungen vor Ort mitbekommen. Kein Wunder also, wenn „trotz dieser positiven Bilanz [...] immer noch mehr als 700.000 Haushalte keinen und weitere 5 bis 6 Prozent der Haushalte einen qualitativ nur unbefriedigenden Breitbandzugang“ (ebd., S. 32) haben. Ich nutze daher inzwischen mobiles Internet, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin. Allerdings kann das die DSL-Flatrate und schnelle Geschwindigkeiten längst nicht ersetzen. Achso, beim Privatfernsehen war es übrigens nicht besser: Hätte man nicht die Schüssel erfunden, müssten „Landeier“ wie ich bis heute auf DSDS und Co. verzichten.
In Augsburg tut sich was: Der MuK-Studiengang soll ein Alumni-Netzwerk bekommen. Doch wie soll es aussehen? Unser Begleitstudiumsteam sucht dringend nach Antworten und hier kommen alle aktuellen bzw. ehemaligen MuKler ins Spiel. Füllt einfach die Umfrage aus und lasst uns wissen, wie Ihr Euch ein Alumni-Netzwerk für den MuK vorstellt. Danke für Eure Unterstützung!
Heute wurde die neue JIM-Studie vom Medienpädagogischen Forschungsverband Südwest (2008) veröffentlicht. Im Fokus steht wie gewohnt der Medienalltag von 12- bis 19-jährigen. Dabei kann einmal mehr gezeigt werden, dass das Internet für Jugendliche nicht mehr wegzudenken ist. Aber von vorn.
Einen schönen Abriss über die sich ständig wandelne Medienwelt liefert der Einstieg in die Studie:
„Die letzten zehn Jahre waren durch einen enormen Wandel des Medienangebots geprägt. Während sich in den Neunzigerjahren die Fernsehwelt stark verändert hat, ist das vergangene Jahrzehnt durch die rasante technische und inhaltliche Entwicklung von Handy und Internet geprägt. Fernsehen, Radio und Tageszeitung sind inzwischen multimediale Realität, die Ausspielung der Inhalte erfolgt über zahlreiche Kanäle, die Nutzer können mit den unterschiedlichsten Endgeräten auf die Inhalte zugreifen, Begriffe wie „fernsehen“ oder „Radio hören“ verlieren ihre Eindeutigkeit. Die Konvergenz der Medien steht dabei erst am Anfang, zählt aber insbesondere in den Bereichen Musik und Internet bereits zum Alltag Jugendlicher.“ (ebd., S. 3)
Fast schon erschreckend, wie schnell sich Zeiten ändern…
Bei der Durchsicht der JIM-Studie habe ich dann nur wenige Highlights entdeckt. Gut, erstmals besitzen Jugendliche eher einen Computer als einen Fernseher und sie sind generell gut mit Medien (Computer, Internet, Fernsehen, Handy) versorgt. Das Internet nutzen sie hauptsächlich zur Kommunikation. Was beruhigt: Jugendliche pflegen ihre Kontakte trotz schülerVZ und Co. nicht nur virtuell, sondern treffen Freude regelmäßig in natura und gehen ebenso oft zum Sport.
Angesichts der großen Sorge um die Zukunft des Prints bin ich über die Zahlen zur Medienbeschäftigung gestolpert: In ihrem Alltag nutzen zwölf Prozent der Jugendlichen regelmäßig das Internetangebot einer Tageszeitung und zehn Prozent das von Zeitschriften. 43 Prozent lesen dagegen regelmäßig eine Tageszeitung in gedruckter Form (vgl. ebd., S. 12). Trotz der Dominanz der digitalen Medien im Alltag halten die meisten Jugendlichen die Zeitung jedoch für das glaubwürdigste Medium, was den klassischen Medien Auftrieb geben sollte.
Jugendliche sind zudem in der Lage, das Fernsehrogramm differenziert zu bewerten. Allerdings muss man kritischer sein, was ihre Nutzung von Online-Communities angeht. Dort denkt nicht jeder Jugendliche über den sachgerechten Umgang mit sensiblen Daten und über die faire Behandlung von Gleichaltrigen nach (vgl. ebd., S. 52ff).
Warum Online Communities letztlich genutzt werden, klärt die eher qualitativ angelegte Zusatzbefragung „JIMplus 2008″:
„Als wichtigsten Grund für die Nutzung von Online-Communities wurde dabei zunächst das Thema „Freunde“ in all seinen Facetten genannt: Alle Freunde sind auch dort eingetragen, man kann Freunde (wieder) finden und neue kennenlernen, man kann mit Freunden in Kontakt bleiben oder treten, sich schreiben und austauschen. Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Fotos, denn der Austausch und die Kontaktaufnahme findet natürlich auch auf der bildlichen Ebene statt. Man präsentiert sich selbst und schaut, wie die anderen sich darstellen, Bilder gemeinsamer Aktivitäten halten das Erlebte fest und zeigen denen, die nicht dabei waren, was sie versäumt haben.“ (ebd., S. 55)
Wie so oft zeigen sich auch in dieser JIM-Studie Unterschiede nach dem formalen Bildungsgrad der Jugendlichen. Allerdings gleichen sich zumindest die Verbreitungs- und Nutzungszahlen von Computer bzw. Internet langsam an, was grundsätzlich positiv zu bewerten ist.
Mit großem Interesse verfolge ich schon eine ganze Weile die Debatten um die Zukunft des Prints. Während Anhänger der gedruckten Form sich nicht vorstellen können, etwa beim Frühstück auf „Handfestes“ verzichten zu können, gibt es immer mehr Prophezeiungen, dass Online-Zeitungen irgendwann den Markt der Neuigkeiten gänzlich übernehmen werden. Schließlich findet man inzwischen zahlreiche Formate im Netz, die nicht nur aktueller sind als ihre gedruckten Pendants, sondern auch Kriterien guten Journalismus standhalten können. Nicht zuletzt weisen Imagekampagnen wie Print wirkt darauf hin, dass wir uns in einer medialen Umbruchphase befinden. Warum ich gerade heute auf die Zukunft des Prints zu sprechen komme? In der Netzzeitung findet sich derzeit ein interessantes Interview mit Robin Meyer-Lucht zum Thema Online-Journalismus. Lesenswert!
Danke an Gerrit für den Linktipp!

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