Eigentlich wollte ich nur etwas Zeitung lesen. Online stöbern in den Nachrichten des Tages – wie immer halt. Gestolpert bin ich dann über einen Artikel bei Spiegel-Online: Gefälschte Zeit – mit freundlichen Grüßen von Attac. Einen kurzen Moment dachte ich, ich habe mich verlesen. Aber nein! Was für ein genialer (Guerilla-Marketing-)Schachzug. Schade nur, dass die Attac-Seiten seit Stunden down sind. Mit so großer Resonanz in den neuen und alten Medien haben die Macher wohl nicht gerechnet. Zum Glück wurde ich über Twitter mit einem Link zur Fake-Zeitung versorgt. Voilà:
Werde jetzt noch etwas zur Medienresonanz recherchieren. Finde die Aktion ungemein spannend… zumal sich mein Seminar im Wintersemester 2009/2010 mit Web 2.0 und Non-Profit-PR auseinander setzen wird. Habe das Thema erst gestern festgelegt. Wie passend.
Update 23.03.2009: Eine exemplarische Übersicht zur Medienresonanz findet sich inzwischen direkt bei Attac.

9 comments
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21. März 2009 um 21:18
rotegraefin
Dann wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinem Seminar und gute Ergebnisse.
21. März 2009 um 23:48
Sandra Hofhues
Dankeschön, das wird wieder ein Experiment… aber noch ist etwas Zeit, um mich in das Thema einzudenken ;-)
23. März 2009 um 12:52
Dorin
Super, dann hat es sich doch gelohnt, das Blatt hochzuladen…
23. März 2009 um 12:55
Sandra Hofhues
Unbedingt! :-)
23. März 2009 um 14:19
Tamara Specht
Die Aktion ist zwar cool, aber ein wenig abgekupfert, denn letzten Herbst gab es sie schon in der USA mit der New York Times, die gefälscht wurde (siehe hier: http://www.tagesschau.de/ausland/zeitungsfake100.html oder hier: http://www.zeit.de/online/2008/47/falsche-ny-times).
23. März 2009 um 14:25
Sandra Hofhues
Ja, das stimmt. Die meisten Medien verweisen auch auf die Dopplung. Finde ich aber nicht so schlimm, immerhin erzielt die Aktion trotzdem ihre Wirkung – es wird darüber gesprochen. Generell könnte man mit Guerilla Marketing wohl noch viel mehr machen – allerdings braucht man nicht immer mit einer so entspannten Reaktion wie der der Wochenzeitung DIE ZEIT zu rechnen. Die meisten Unternehmen reagieren wohl eher mit Klagen…
2. Juli 2009 um 16:15
Jule
Noch eine Ergänzung zum Abkupfern: Andy Bichlbaum von The Yes-Man – Väter der gefälschten NYT – erklärte auf dem McPlanet-Kongress, dass auch Attac auf einen ihrer Tricks hereingefallen sei. Sie hätten zwar immer behauptet, 1,2 Millionen Exemplare der gefälschten NYT verteilt zu haben. Tatsächlich hätte Attac in Deutschland aber sieben Mal mehr ZEIT-Plagiate als die real verteilten NYT-Plagiate unters Volk gebracht, außerdem habe es das Plagiat in den USA auch nur in zwei Städten gegeben.
3. Juli 2009 um 07:39
Sandra Hofhues
Hallo Jule,
vielen Dank für die Ergänzung! So Infos aus Innensicht sind immer spannend, wenn man über die Reichweite von Non-Profit-PR (i.w.S.) spricht.
Viele Grüße,
Sandra
24. März 2009 um 12:43
Dorin
attac hat sich auch selber ausdrücklich auf dieses Vorbild berufen.